Mittwoch, Oktober 18, 2017

Geschäftsreise

Auch Piloten gehen auf Geschäftsreise. Ganz ohne Sonderbehandlung und Y-Class pur. Ein Kurs steht an und das in Frankfurt. Statt weisse Uniformhemden finden hellblaue Leinenstoffe den Weg in meinen Koffer. Die folgenden drei Tage werden dafür sorgen, dass ich noch unersetzbarer werde in der Firma – das glaube zumindest ich…

Nach drei Tagen Bangkok wirkt die hessische Finanzmetrpole noch grauer als sonst. Klingen die Haltestellenansagen in Bangkok wie die Stimmen der Moderatorin in einer Beate Uhse Dokumentation, herrscht hier in Frankfurt preussischer Kasernenton. Erkundigt man sich nach dem Weg im Flughafen, erinnert mich der Tonfall der Antwort stark an meine Zeit in der Grenadier-Rekrutenschule während des kalten Krieges. Da wäre noch Luft nach oben…

Doch auch der Flug nach Bangkok war eine Geschäftsreise. Nicht für mich, aber für eine Kollegin und einen Kollegen aus dem P/R-Team, die zwei Journalisten auf unserem Flug begleiteten. Vom Inhalt der Story möchte ich nicht zuviel verraten, aber nach dem Erscheinen des Artikels werde ich an dieser Stelle sicherlich etwas Werbung machen.

Solche «P/R-Flüge» sind immer ein Erlebnis. Wenn die Gäste über das Crewleben berichten wollen, dann werden wir ihnen das Crewleben auch entsprechend zeigen. Eine Show ist da nicht notwendig, schliesslich haben wir es (fast) immer lustig, aber etwas andere Wege gehen wir schon. Gemeinsames Nachtessen, gemeinsamer Ausgang, gemeinsame Aktivitäten und gemeinsame Ausflüge – das alles ist nicht obligatorisch, aber durchaus spassig!

Was während der feuchten Anfahrt zum Hotel bei einigen noch Sorgenfalten auf die Stirne zauberte, rückte der Sonnenschein am nächsten Tag ins rechte Licht. Ein Fahrradausflug stand auf dem Programm und das mitten in Bangkok bei 35°C und fast 100% Luftfeuchtigkeit.
Ein Longboat brachte uns über den Fluss nach Thonburi, wo die Ausfahrt trockenen Fusses begann. Single Trail Erfahrung aus den Alpen war durchaus hilfreich auf den engen Wegen mitten im Dschungel. Links und rechts von Weg ging es jeweils rund einen Meter in die Tiefe, wo den Stürzenden eine feuchte Mischung aus Schlamm, dunkelbraunem Wasser und leider auch Abfall erwartete. Welche netten Tierchen da unter wohnen, musste ich Gott sei Dank nicht erfahren.

Zum Glück ging alles gut, zum Glück wurden alle vom Schlammbad verschont. Mit Text kann ich die Leserinnen und Leser nicht mehr fesseln, darum folgen ein paar Bilder.

Ich muss jetzt zum Kurs! Geschäftsreise halt….



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