Sonntag, Januar 31, 2016

Mille Lira

Guten Tag liebe Leserschaft und herzlich willkommen zurück im einzigen Theater der Welt, in der es nur Hauptdarsteller gibt: der Fliegerei.

Es gibt einiges, das einem in einem Umschulungskurs den Schweiss aus den Poren jagt. Neben den üblichen Gemeinheiten, die sich in einem handelsüblichen Simulator so finden, gibt es durchaus auch nichtfachliche Stolperfallen. 
So steige ich morgen nach fünfmonatiger Abstinenz wieder einmal in die Uniformhosen. Die Angst vor einem zu engen Hosenbund war nach der Festtageszeit durchaus berechtigt. 
Doch siehe da, der Gurt geht zu, der Hosenknopf auch und das Hemd sitzt auch wie angegossen. Nur der Hut will einfach nicht sitzen, aber an das habe ich mich in den vergangenen 24 Jahren gewöhnt.

Zur Uniform gehören aber nicht nur Hut und Veston, sondern auch der Koffer, der im Jargon Crewbag genannt wird. Die Form dieses Uniformteils hat sich seit der Zeit, als man noch mit vier Sternmotoren den Atlantik überquert hat, kaum verändert. Viereckig, dunkel, unbequem zu tragen und hässlich. Über die Jahre hat die mitzutragende Pflichtlektüre abgenommen und so sollte man glauben, dass sich das Gewicht des Teils zum Positiven verändert hat. Doch weit gefehlt! Vielleicht liegt es an den vielen Ladekabeln, oder an der Personal Hardware? Doch auch eine dritte Variante kommt als Gewichtstreiber in Frage: angesammelter Abfall.

Das heutige Ausmisten hat sich gelohnt, ich habe doch tatsächlich eine 1000 Lira Note gefunden...