Samstag, April 27, 2013

Seventy Knots!



Stapelweise flattert sie ins Haus, Ankündigungen von Verfahrensänderungen und Vorschriften.  Revisionen nennen wir Piloten das und die sind uns etwa gleich unsympathisch wie die Revisionisten. Ausdrücke wurden juristisch nachgeschliffen und verbeamtisiert, Checklisten angepasst und vereinfacht – da und dort auch verkompliziert und obligatorische Ausrufe von 80 auf 70 geändert – was sich in der Praxis als ziemlich hinterhältig herausstellte!

Das alles muss das nachfluggeplagte Hirn eines Piloten lernen und auch behalten. Lerntricks gibt es dabei zahlreiche. Die einen kleben sich Post-it's an jede mögliche und unmögliche Stelle und andere lernen die Checklisten in realitätsnaher Stellung auswendig, indem sie die Sätze militärisch korrekt und in Kasernenhof-Lautstärke immer und immer wieder hinausposaunen.
Diese realitätsnahe Stellung erreicht man am besten auf der Kloschüssel, was beim Einüben der neuen Verfahren immer wieder zu Eheproblemen führt, weil die Partnerin bei den vom Partner abgegebenen Lauten automatisch an den Konsum von illegaler Pornografie denkt.

Ziel muss es sein, dass am Tag X alle Piloten vom gleichen Verfahren sprechen, das am Tag X-1 noch strengstens verboten war. Probleme gibt es hin und wieder, wenn Pilot A am Tag X-1 aus längeren Ferien kam, bei denen er keine Internetverbindung hatte. Nach längeren Ferien pflegen ältere Piloten zwecks Erhaltung der Qualität, wichtige Checklisten noch einmal zu repetieren, um sich braungebrannt keine Blösse zu geben. Und sie ahnen es, liebe Leserinnen und Leser, dies macht man am besten in realitätsnaher Stellung, nämlich beim Heimflug auf der Bordtoilette. Dies wiederum kann zu Friktionen mit dem Kabinenpersonal führen, obwohl es letztendlich auch in ihrem Wohl wäre.

Tritt also so ein Pilot gut vorbereitet am Tag X seinen Dienst an kann es sein, dass sich die aviatische Welt ohne sein Wissen grundlegend verändert hat. Die Checklisten sind ihm fremd, die Crew sowieso. Spätestens wenn der Copilot bei der Landung den "80kts Call" auslässt und plötzlich "70kts" schreit, findet man sich in der neuen Welt wieder.

Es ist dann Zeit, sich zu Hause mit dem Computer ins Klo zu verziehen und das verpasste aufzuarbeiten. Pech, wenn es wie bei mir Spargeln gegeben hat, der Gestank – ach Sie wissen schon…

Dienstag, April 23, 2013

das grosse Warten

Unser firmeneigenes Computersystem läuft wieder einmal langsamer als die Fussgänger in Douala. Es dauert eine Ewigkeit, bis nur das Firmenlogo erscheint. Nein, das ist keine Attacke über das Internet – oder etwa doch?

Vermutlich sitzen Tausende von Kolleginnen und Kollegen jetzt vor ihren Computern und versuchen den Flugeinsatz vom Monat Mai herunterzuladen. So um den 23. des Vormonats wird dieser publiziert. Erst danach kann das Arbeits- und Sozialleben geplant werden. In den Agenden sind schon viele Termine mit Bleistift eingetragen. Frühlingsfeste, Familieneinladungen, Sportveranstaltungen, Vereinsanlässe – viele Kolleginnen und Kollegen warten auf eine Zu- oder Absage. Diese können aber erst gemacht werden, wenn der Monatseinsatz publik wird. Kein Wochenende ist fix Frei geplant, kein gesetzlicher Feiertag poppt als Freitag im Kalender auf. Ganze 31 Tage sind wir planbar im Mai, ein Traum für jeden Arbeitgeber, ein Albtraum für das Sozialleben.

Leider gibt uns auch kein Arbeitsrecht Rückendeckung, denn diesem unterstehen wir explizit nicht.

Doch es geht nicht nur um Freitage, sonder auch um Ferien. Falls diese nicht im Voraus bestätigt werden können, werden sie mit dem Arbeitseinsatz bestätigt. Pech, wer die Ferienwohnung bereits gebucht hat!

Ich versuch es noch einmal...

Samstag, April 20, 2013

30-Minuten

Manchmal überkommt mich die Lust auf das Schreiben. Es fühlt sich an wie eine Erregung der Fingerspitzen und ist weit ungefährlicher und mit weniger Nebenwirkungen verbunden, als Erregungen anderer Art.
Wer schreiben will braucht ein Thema und dieses so auf die Schnelle zu finden ist gar nicht so einfach.
Meine Frau sagte eben, dass sie in gut dreissig Minuten fertig ist und wir dann gehen können. Wohin?  Das geht sie gar nichts an!

Diese dreissig Minuten habe ich zu meinem Thema gemacht, obwohl nur noch deren 26 davon übrig sind. In dreissig Minuten kann einiges geschehen,  Dreissig Minuten sind in der Kurzstreckenfliegerei eine Ewigkeit: Dreissig Minuten Holding – reicht der Fuel? Dreissig Minuten Geradeausflug – wo bleibt das Hotmeal? Dreissig Minuten Verspätung – Tja! Dreissig Minuten Überzeit – vergiss es! Dreissig Minuten ohne Kaffee – leckt die 609 wieder einmal? Dreissig Minuten Zeit um die persönliche Hardware zu aktualisieren – das reicht nie und nimmer! Innerhalb dreissig Minuten zur Mittagszeit am Zürcher Flughafen einen Parkplatz gefunden – so schnell gings noch nie – neuer Rekord!

Dreissig Minuten reicht einem Piloten zum Duschen, Koffer packen, Frühstücken und zum Quatschen. ABER – wir lassen uns firmenkonform eine Stunde vor der Abfahrt wecken und dreimal dürfen sie raten wegen wem...

Medientheoretiker behaupten, dass man als Schreiberlinge sogenannte Ratteninseln in seinen Text einbauen soll. Ratteninseln retten den Leser vor dem Ersaufen im Buchstabenmeer. Da mit gerade keine Ratteninsel einfällt schlage ich vor, dass sie kurz austreten. Bei uns zu Hause geht das im Moment aber nicht, meine Frau hat noch 19 Minuten im Bad.

Sind sie wieder da? Gut so, ich habe mir einen kleinen Espresso gemacht und das hat meine Geister wieder geweckt. Wissen sie übrigens, dass eine A320 während dreissig Minuten Holding ungefähr 1200 Liter Kerosin verbrennt? Das ist nicht gut, gar nicht. Ich verbrenne während des Schreibens in einer halben Stunde laut Google 54 Kilokalorien. Das ist darum so viel, weil ich erstens viel wiege und zweitens sehr geistreiche Texte schreibe. Das Suchen nach dem richtigen Genitiv oder Akkusativ hat keine nachhaltige Wirkung auf den Energieverbrauch, darum lasse ich es auch sein.

Mmmmmh, sind sie noch da?

Ich habe übrigens nichts genommen, wenn auch dieser Text darauf schliessen würde. Manchmal muss man einfach im Training bleiben und das ist beim Sport genauso wie beim Schreiben. Darum kommt dieser Text dem Nordic-Walking ziemlich nahe. Unsinnig und dennoch nützlich. Apropos Nordic-Walking: Wissen sie, wie man die Nordic-Walkerinnen in unserer Gegend nennt? Stock-Enten! Sie gackern wie die Enten und haben Stöcke dabei... Das war gemein, ich weiss, aber manchmal darf man(n) das.

Sodeli, der Föhn verstummte. Jetzt bin ich an der Reihe. Kurz annässen, Deo drauf und rein in das feine Tuch. Das dauert bei mir sieben Minuten. Adieu und bis bald!



Billig fliegen – viel Spass!

Nein, unsicherer sind sie nicht, die Billigflugairlines:




Donnerstag, April 18, 2013

Heathrow

Das effizienteste Höhlensystem der Welt ist definitiv Heathrow. Wer als Crew schon einmal den Ameisenhaufen per Crewbus verlassen hat weiss, warum ich einen der grössten Flughäfen Europas Höhlensystem nenne...

Der Wind blässt englisch daher und lässt die Piloten und ihre Maschinen hin und her tanzen. Wind aus 230° macht nicht nur in Zürich Mühe. Mit etwas Erfahrung weiss man, wo genau der Flügel taucht und mit welcher Klappenstellung man landen sollte.
Alle 2.5 NM ein Flugzeug. Es rüttelt und schüttelt – England heisst uns willkommen! Wehe, man hält die 160 Knoten nicht genau bis sieben Kilometer vor der Piste ein und wehe man verlässt die Landebahn nicht subito mit rauchenden Bremsen über den ersten Rollweg.

Angekommen, geschafft. 247R heisst der Standplatz wie so oft bei Londonflügen. Bleiche Passagiere raus, solche mit Farbe im Gesicht rein.

Pushback und weiter geht's. "Hold short Titan", meint der Controller. Widerstand zwecklos, vor uns steht ein Jumbo. Wir starten im Moment auf der 27R – gelandet wird auf der 27L – im 2.5NM Takt versteht sich, schliesslich sind wir in London.

Der Mann hinter dem Mike redet ruhig, dennoch hoch getaktet. Er lässt eine A319 raus, dann die 737 der Easy. Es folgt eine 777 der WeissGottnichtwasAirline und danach der Jumbo. Jumbo ist als Flugzeug gut, wenn man drin sitzt, wartet man aber dahinter, heisst das eine Zwangspause von zwei Minuten. Wegen der Wirbelschleppen übrigens, aber das ist kompliziert.

Zwei Minuten Pause in Heathrow – undenkbar. Der Tower-Boy hat das vorausgesehen und nahm eine Maschine der Iren auf die ILS 27R. Es passt genau! Kurz nachdem die 747 Richtung Amerika abhebt, setzt die grüne Maschine auf der Landebahn auf und wir dürfen danach die Piste für uns in Anspruch nehmen. Zwei Minuten und zehn Sekunden nach dem Start der schönen alten Dame geben wir Vollgas. Zeit wurde keine verschwendet, in Heathrow wäre das undenkbar.

Well done Tower-Boy! See you tomorrow!



Freitag, April 12, 2013

Verspätung

Gerannt sind wir nicht, aber auch nicht geschlendert. Bei einem Flugzeug erst die Motoren abgestellt, sitzen wir bereits im nächsten. "Können wir die Passagiere bringen?", werde ich von einer charmanten Bodenhostess gefragt.

"In vier Minuten ist die Betankung abgeschlossen, dann von mir aus schon." Sie läuft konsterniert wieder die Passagierbrücke hoch. "Dann gibt es halt Verspätung", höre ich sie noch brummeln. "I couldn't care less", brummle ich zurück.

Die Leute schreiten langsam die Passagierbrücke hinunter. Handgepäck, als würden sie an der Destination ein neues Leben beginnen. "Grüezi, Hallo, Bonjour, Konitschiwaaaaaa". Jeder hat mindestens einen Koffer, einen Sack vom Sprüngli und ein Nackenkissen dabei und das bei einem Flug von 45 Minuten!

"Grüezi, Hallo, Bonjour, Konitschiwaaaaaa"

"Ein Passagier fehlt!", brummelt die Bodenhostess, deren Stimme so ganz und gar nicht zu ihrer Erscheinung passt. "Ohne Gepäck!", ruft sie hinterher.
Was für ein Zufall, der einzige Passagier der Welt, der ohne Gepäck verreisst, wollte mit mir fliegen! Heureka, wenn das kein gutes Omen ist!

So schliessen wir die Türen und warten auf die Startfreigabe. Da sind wir nicht die Einzigen am heutigen Mittag in Zürich. Mit Glück gehen wir in zehn Minuten, mit Pech dauert es etwas länger.
Ich mache eine Passagieransage und informiere die Gäste. Wie immer lobe ich sie leicht sarkstisch für ihr zügiges Einsteigen, vertröste sie und verspreche ihnen, dass wir pünktlich den Anflug an der Destination beginnen werden. Den Anflug beginnen wir in der Regel immer pünktlich, bevor wir dann in die Warteräume einfliegen...

Es geht los, der Traktorfahrer bringt uns in Position und wenige Augenblicke später rollen wir los. Gut koordiniert, liebe Kollegen von der ATC! Wir starten ein paar Minuten später, ohne unnötigen Treibstoff verbrannt zu haben.
Alles läuft wie am Schnürchen. Abkürzungen hier, Abkürzungen da – wir sparen Zeit und Treibstoff. Tatsächlich beginnen wir den Anflug pünktlich und müssen wider Erwarten den Warteraum nicht beglücken.

Nach der Ladung warten wir fünf Minuten auf einen freien Standplatz, mit einer Verspätung von drei Minuten docken wir an.
Noch während die Gäste aussteigen, wird mein Typ verlangt:

"Können wir die Passagiere bringen?", werde ich von einer charmanten Bodenhostess gefragt.

"In zehn Minuten ist die Betankung abgeschlossen, dann von mir aus schon." Sie läuft konsterniert wieder die Passagierbrücke hoch. "Dann gibt es halt Verspätung", höre ich sie noch brummeln. "I couldn't care less", brummle ich zurück.

Das Handgepäck verlässt das Flugzeug, dazwischen erblicke ich einige Gäste. "Ich wünsche Ihnen einen guten Start in Ihre neue Existenz", sage ich zu der Dame mit den drei Handgepackstücken. "Ich bleibe nur zwei Tage", ihre kurze Antwort.

"Adieu, au revoir, Sayonara, Auf Wiedersehen."

"Schon wieder zu spät!", faucht mich ein Landsmann mit bergigem Ursprung an. "Wir sind ämel pünktlicher, als ihre Kuh kalbet! Gället si?!?"Er geht und brummelt wie die Groundhostess in ... – ach wo war das schon wieder?

"Adieu, au revoir, Sayonara, Auf Wiedersehen."

"IT'S GREAT TO BE LATE", hiess vor Jahren ein Aufdruck auf den beliebten Swissair-Schokoladen. Es war ein Werbespruch, kreiert von einem Kommunikationsfröilein, die Werbung machen wollte für den späten Flug nach Newark.
Doch so schlecht war dieser Spruch auch nicht, ich erwähne ernsthaft eine Neuauflage der süssen Rechtecke zu starten!

"IT'S GREAT TO BE LATE!"

Häbet es schöns Wuucheänd!



Donnerstag, April 11, 2013

Das beste Büro der Welt

Wenn ein Kollege am Morgen die Glieder nicht mehr spürt, vom Fieber geschüttelt oder ganz einfach verschnupft ist, dann braucht es Ersatz.
Ein Anruf, ein Stau am Gubrist und ich betrat das schönste Büro der Welt. Ein kleiner Eindruck des Arbeitstags:


Die Sonne scheint für uns!

Auf dem Weg nach NCE.

... das sieht nach einem Visual Approach aus!



Acht Minuten und 400kg Fuel gespart...


Vor dem letzten Leg nach Zürich.

... der beste Arbeitsplatz der Welt.

Montag, April 08, 2013

Wann? Warum? Wieso?

"Wann kommst Du wieder auf die Langstrecke?", werde ich fast täglich gefragt. "Hoffentlich so schnell nicht wieder!", meine spontane Antwort.

Warum das Langstreckendasein eine so hohe Priorität geniesst unter den Piloten, ist eines der Rätsel, die geheimnisvoll bleiben werden. Fünfzehn Jahre bin ich über die Ozeane geflogen und habe es genossen. Fünfzehn Jahre habe ich mich in Städten breit gemacht, die ich zuweilen besser kannte, als meine Homebase Zürich. Ich habe mit aber auch fünfzehn Jahre den Arsch auf den harten Sitzen flach gesessen und dabei meinem Körper viel Leid zugeführt in Form von Schlafentzug. Schlafentzug ist eine abgeschwächte Form der Folter und kann – das meine ich und die Mediziner – tatsächlich auch zu psychischen Problemen führen.

Also, wieso soll ich mir das antun, auch wenn auch ich dadurch mehr und anstrengender arbeite, als die Kollegen auf den grossen Pötten? Einundfünfzig Stunden habe ich in den letzten sechs Tagen gearbeitet, was mir 77 Stunden FREI beschert. 77 Stunden, in denen ich mich auf die nächsten Einsätze vorbereite, Instruktionsthemen erarbeite und Revisionen nacharbeite, damit ich zum Antritt meines nächsten Dienstes wieder arbeitsfähig bin. Anstrengend, ich weiss, doch ich liebe meine Arbeit, auch wenn ich sie nicht mehr mit einem 100 Prozent Pensum machen kann.

Jede Nacht zu einer vernünftigen Zeit ein paar Stunden in einem Bett zu liegen ist es wert, diese Mehrarbeit in Kauf zu nehmen. Schlaf ist wichtig, Schlafentzug die Hölle.

Warum ich das schreibe? Ganz einfach, der Wert meiner Arbeit wird wieder einmal in Frage gestellt, und das aus den eigenen Reihen. Zu teuer seinen wir, zu ineffizient. Kurzstrecke sei zu unrentabel, auch wenn wir pro Tag mit zwei Piloten und vier Flightattendants bis zu 800 Personen transportieren. Wenn ich die Kosten (Lohn, Sozialleistungen) überschlage und auf die von mir jährlich transportierten Passagiere umwälze, komme ich auf Kosten von nicht einmal fünf Franken pro Passagier und Flug. So gesehen kostet die ganze Crew zwischen 10 und 15 Franken pro Passagier und Reisestrecke. Als ich zuletzt ein Ticket für mich nach Berlin Tegel kaufte, wurden mit 73 Franken an Gebühren in Rechnung gestellt...
Es gibt noch Bereiche in der Luftfahrt die Geld abwerfen.

Sodeli, ich muss wieder. Die Kurzstrecke ruft. Ich freue mich auf die Flüge.


Donnerstag, April 04, 2013

Die Tücken der Marktwirtschaft

gelesen, kopiert und herzlich darüber gelacht.

Ryanair's Micheal O'Leary arrives in a hotel in Dublin, he goes to the bar and asks for a pint of draught Guinness. The barman nodded and said, "That will be one Euro please, Mr. O'Leary."

Somewhat taken aback, O'Leary replied, "That's very cheap," and handed over his money.
"Well, we try to stay ahead of the competition", said the barman. "And we are serving free pints every Wednesday evening from 6 until 8. We have the cheapest beer in Ireland"
"That is remarkable value" Michael comments
"I see you don't seem to have a glass, so you'll probably need one of ours.
That will be 3 euro please.

O'Leary scowled, but paid up. He took his drink and walked towards a seat.
"Ah, you want to sit down?" said the barman. "That'll be an extra 2 euro. - You could have pre-book the seat, and it would have only cost you a Euro."
"I think you may to be too big for the seat sir, can I ask you to sit in this frame please"
Michael attempts to sit down but the frame is too small and when he can't squeeze in he complains "Nobody would fit in that little frame".
"I'm afraid if you can't fit in the frame you'll have to pay an extra surcharge of €4.00 for your seat sir"

O'Leary swore to himself, but paid up. "I see that you have brought your laptop with you" added the barman. "And since that wasn't pre-booked either, that will be another 3 euro."
O'Leary was so annoyed that he walked back to the bar, slammed his drink on the counter, and yelled, "This is ridiculous, I want to speak to the manager".
"Ah, I see you want to use the counter," says the barman, "that will be 2 euro please." O'Leary's face was red with rage.
"Do you know who I am?"

"Of course I do Mr. O'Leary,"
"I've had enough, What sort of Hotel is this? I come in for a quiet drink and you treat me like this. I insist on speaking to a manager!"
"Here is his E mail address, or if you wish, you can contact him between 9 and 9.10 every morning, Monday to Tuesday at this free phone number. Calls are free, until they are answered, then there is a talking charge of only 10 cent per second"
"I will never use this bar again
"OK sir, but remember, we are the only hotel in Ireland selling pints for one Euro"

Mittwoch, April 03, 2013

Rollentausch



Der erste April ist vorüber und ein paar Spassvögel haben sich mehr oder minder lustige Spässchen ausgedacht, mit dem sie Kollegen und Freunde nervten.
An einen Aprilscherz dachte wohl auch die Groundhostess in Zürich, als unser A320 ans Gate rollte und der Kapitän rechts und der Copilot links sassen.

"Ob es sich um einen Scherz handle?", wollte die Kollegin mit den silbernen Streifen wissen und ich verneinte mit gutem Gewissen. Beim dreistreifigen Copi handelte es sich um einen Kapitän in Ausbildung und der vierstreifige alte Mann mit Bauchansatz nahm den Platz des Copiloten ein, instruierte den froschgebackenen Kapitänsanwärter und suchte den ganzen Tag verzweifelt auf der falschen Seite die elektrische Sitzverstellung.

Damit der alte Mann auf dem rechten Sitz nicht zuviele Checklistenpunkt verpasste, wurde ihm ein Assistent zur Seite gesetzt, der dies tagtäglich im Range eines First-Officers fehlerlos erledigt. Eine spezielle Konstellation, die auch spezielle Aufmerksamkeit erforderte.

Der Jungkapitän hat das so gut gemacht, dass jetzt wieder jeder im Cockpit seinen angestammten Platz einnimmt und ich von hinten die Fehler kommentieren kann, die ich am ersten April auch machte...