Dienstag, Februar 12, 2013

Pferde im Flugzeug

Ein weiterer Verpflegungsskandal macht die Runde. Pferdefleisch aus Rumänien soll angeblich in in italienischer Lasagne gefunden worden sein, die ein französischer Konzern bei einem Subunternehmer in Rumänien herstellen liess und nach England verkauft hat.
Da lacht der Kurzstreckenmagen laut auf!

Verglichen mit dem, was wir täglich als Crewmahlzeit vorgesetzt bekommen, verdient die rumänisch-französische-englisch-italienische Fertigmahlzeit mindestens zwei Kappen vom Gourmet-Label.
Essen, das den Anspruch hat billig zu sein, Hygienevorschriften von x Ländern zu genügen und mindestens zehn Monate haltbar sein soll, kann per se nicht schmackhaft sein.

Im Gegenteil, es bereitet Bauchweh und zwar gleich im doppelten Sinn. Erstens verträgt kaum ein Rossmagen die vielen Konservierungsstoffe, was übrigens zu Blähungen und deftigen Fürzen führen kann, und zweitens ist es grundsätzlich bedenklich, was der Mensch bereit ist in sich hineinzustopfen.

Ich für meinen Teil lasse sei gut zwei Jahren die Finger von den E-stoffverseuchten Crew-Essen und die Copilotinnen und Copiloten danken es mir. Furzen im engen Raum wie z.B. im Cockpit, steigert die Arbeits- und Konzentrationsfähigkeit kaum.

Wenn Sie das nächste Mal beim Aussteigen Pferde-Dung-Geruch wahrnehmen, haben wir nicht etwa Turnierpferde geladen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit hat das Crewmeal seinen Auftrag erfüllt und einer oder einem der Crew ist ein Lüftchen entwichen. Wünsche guten Appetit!