Mittwoch, Januar 30, 2013

Piloten-Yoga Essentials Part 1

Der "Loo-Flyer"

Kein Pilot über 40, der nicht unter Rückenschmerzen leidet! Dies gilt insbesonders für diejenigen, die längere Zeit im Winterschlaf verbrachten.
Doch gerade die Muskulatur der älteren Semester sollte regelmässig trainiert werden, damit alltägliche Bewegungen nicht unweigerlich zum Hexenschuss führen. Hexenschuss während des Flugbetriebs gefährdet die Sicherheit der Passagiere in einem nicht unerheblichen Masse.

Monatelang hat sich ein Blogger in einen Ashram zurückgezogen und das Programm "Piloten-Yoga Essentials" entworfen. Es soll die Fitness von Piloten und Passagieren steigern und die Flugsicherheit signifikant verbessern.

Die Übung Nummer eins soll den schlaffen Organismus auf die ursprünglichste Tätigkeit überhaupt vorbereiten: den Toilettengang. Wer schon einmal geflogen ist, kennt die ungemütlichen Kämmerlein nahe der Bordküchen und Cockpittüren. Ohne Yogatraining wird die Erleichterung zur Qual und das Schweben knapp über dem wenig appetitlichen Toilettenrand zur Tortur.

Kommen wir gleich zum Training und beginnen wir mit dem ersten Asana, dem Loo-Flyer:

Ziel der Übung ist es, dass der Yoga-Schüler solange knapp über dem Toilettenrand schwebt, dass auch das grösste Geschäft mit dem maximalen Verstopfungsgrad gefahrlos verrichtet werden kann.

Es geht los!
Zuerst tief einatmen. Die Hände vor dem Körper falten und dabei tief ausatmen. Langsam in die Knie gehen und das Becken nach hinten ausstecken. Diese Bewegung ein paar Mal wiederholen und das Atmen dabei nicht vergessen.
Wenn die Gelenke warm sind, in der knienden Stellung verharren und darauf achten, dass der entblösste Hintern die Klobrille nicht berührt. Tief ein- und ausatmen. Laute Gespräche und klirrendes Geschirr aus der Bordküche ignorieren und sich ausschliesslich auf die Atmung konzentrieren. Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen. Wenn die Oberschenkel zu brennen beginnen diese leicht entlasten und dabei kontrolliert ausatmen.
Anfänger halten sich an den Hilfsgriffen fest und Fortgeschrittene strecken die Arme gerade nach vorne. Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen.
Yogis mit Experstenstatus können versuchen, beide Beine vom Boden zu lösen und den Lotussitz einzunehmen ohne dabei die Klobrille zu berühren. Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen.

Diese Übung soll sowohl im Kurz-, als auch im Langstreckenverkehr mehrmals täglich verrichtet werden. Dies kräftigt die Rücken- und Beinmuskulatur und fördert sowohl das Körpergefühl, als auch die Flugsicherheit.

Mit Piloten-Essentials wird Dein Körper zum Tempel!


In der nächsten Lektion lernen wir den "Mug-Turner"

Kommentare:

  1. ha ha ha...ein...ha ha...aus...hha ha ha...einatmen...ächz...ausatmen...ein...aus...wie soll das gehen?
    Mir bleibt die Luft weg vor... lachen:-) :-)

    AntwortenLöschen
  2. Auf deinen Lotussitz über dem Cockpit-Jumpseat bin ich morgen ja gespannt und falls der Baby-Captain wieder bei stürmischem Westwind anfliegen muss, dann hilft nur eins: einatmen, ausatmen...

    AntwortenLöschen
  3. Ich achte ab jetzt bei Flügen darauf, ob die Herrn Piloten mit hochrotem Kopf wieder aus der Toilette kommen - wenn ja, weiß ich jetzt, welches Programm sie darin befolgen ;) Urheberrechte schon gesichert ?

    Lg Do

    Ps. Ein großes Dankeschön an das TWR_Mädel für deine Bearbeitungskunst an Herrn nff!

    AntwortenLöschen
  4. Grossflächig geerdete Yogis mit Schugrösse Ü45 sind eindeutig im Vorteil :o)

    AntwortenLöschen