Dienstag, Mai 08, 2012

Bergfrühling

...was soll ich denn in Thailand?
Der Nebel zieht den Bergflanken entlang, die Schneeglöcklein liefern sich Duelle mit den Schneeflöcklein und auf den Seen treiben noch die letzten Schollen Eis.
Der Mai ist der einsamste Monat im Engadin, darum vielleicht auch der Schönste. Wer kann flüchtet, wer hier bleibt wird mit Ruhe und Wetterkapriolen belohnt.

Die Wanderwege sind zum Teil noch knöcheltief mit Schnee bedeckt und verlangen von den Benutzern Trittsicherheit. Auch der erste Gang mit dem Hund am Morgen braucht minimale Vorausplanung. Es kann sein, dass noch Rehe vor dem Fenster nach Futter suchen, es kann aber auch sein, dass wie Vorgestern 15 cm Neuschnee liegt, das in diesem Monat von keiner Fee von der Strasse geputzt wird.

Eine herrliche Zeit die Batterien zu laden und den Organismus sportlich zu fordern. Endlich wieder einmal ein Buch lesen und ohne schlechtes Gewissen die Beine hängen lassen.

Der Mai ist noch lang und ich habe nicht vor, diesen Monat noch zu arbeiten.

Kommentare:

  1. Beneidenswert. Einfach beneidenswert!

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  2. ...wenn ich mir anschaue mit welcher Pace ihr Kurzstreckenraser in unserem Luftraum rumturnt, dann hast du dir diese Erholung mehr als verdient!

    Dir Inspirationen für Blogeinträge zu wünschen wäre vergleichbar mit Wasser in den Rhein tragen... ;-)

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  3. Hach, schön wenn man so schön wohnen darf :-)
    (Nix gegen das Allgäu, das ist auch ganz nett, aber Engadin, das ist schon eine ganz andere Nummer.)

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  4. ... ich werde es geniessen, ich verspreche es!

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