Montag, Januar 30, 2012

Pechsträhnen

Der Arbeitsbeginn nach den Ferien ist immer ein Spezieller.
Unglaublich wie schnell es das Hirn schafft, Sachen zu vergessen, Probleme zu verdrängen. Nicht allen gelingt das gleich schnell, ich bin darin ein Weltmeister.

Kommt man so hirnleer zum Arbeitsplatz, ist man über Hilfe mehr als froh. Frau Holle hatte Erbarmen mit mir und lies die Himmelspforten just in diesem Moment öffnen, als ich mir überlegte, ob ich wohl die Flügel abspritzen solle.
Drei Zentimeter Nassschnee befreiten uns von weiteren Überlegungen und wir reihten uns in der Warteschlaufe vor dem Alkoholausschank ein.

Es dauerte etwas länger, was meinem Arbeitstempo nach den Ferien etwas entgegen kam. Nach genau einer Stunde und acht Minuten wurde die heisse Brühe, bestehend aus grüner Flüssigkeit mit einem alkoholischen Gehalt, die den Jugendlichen an den Fensterplätzen die Tränen in die Augen jagen, über unsere Flügel ergossen.

Bald darauf stiegen wir in die Luft. Man könnte sich über die Verspätung ärgern, Sinn macht das nicht. Vor allem wenn man an diesem Samstagmorgen Richtung Barcelona fliegt, wo seit ein paar Stunden die Flugzeuge der Spanair am Boden blieben. Etwas, das niemand erleben möchte...

Beim Rückflug war unsere Kiste zum Bersten voll. Unter den vielen Personen mit einer Pechsträhne gab es auch ein paar Glückliche, die in unserer A320 Platz fanden. Wir rasten Richtung Zürich, wo wir mit leichter Verspätung zu landen hofften.
Das WEF machte uns einen Strich durch die Rechnung. Die ach so wichtigen Herren, die eine Privatveranstaltung in Davos besuchten, machten sich auf dem Flughafen dermassen breit, dass alles viel langsamer ging. Da ich weder für den Anlass, noch für die teilnehmenden Personen viel übrig habe, ärgerte ich mich offensichtlich viel zu viel. Pechsträhne Nummer zwei am Samstag voriger Woche. Doch was soll ich mich aufregen, es gibt weit Schlimmeres.

Heute Montag Morgen, Start in Fuimicino. "Proceeeede däirecte Elba", sagte der Kontroller im typisch italienischen Dialekt. Direkt Elba war nicht nur eine willkommene Abkürzung, sondern brachte uns auch genau über die Insel Giglio. Da lag sie nun, die Costa was auch immer. Wie ein toter weisser Wal, hell beleuchtet von Scheinwerfern lag sie im Hafen der kleinen Insel auf der Seite. Das Cockpit war zum Bersten voll. Jeder wollte einen Blick erhaschen. "Ob das nicht moralisch bedenklich sei, wenn wir auf das Unglück hinunter gaffen?", fragte eine Kollegin. "Vielleicht", meine Antwort. Aber wie hat das ein Tagi Journalist letzte Woche in einem Kommentar erklärt: In der Geschichte der Menschheit gab es mehr Unglück, weil die Leute wegschauten, als weil sie hinschauten. Wie Recht er doch hat!

Wir haben hingeschaut, und zwar auf den Star des Tages! Sorry, aber das ist auf der Kurzstrecke "must to know"!
Josephine heisst die Glückliche vom heutigen Tag und sie sorgt dafür, dass ihr Chef wohl heute die Pechsträhne seines Lebens hat.

Lesen sie selber (zitiert aus dem Interview):


Josephine (21) aus Gretzenbach SO ist Assistentin der Geschäftsleitung. Der Star des Tages (1,70 m, 60 kg, Jungfrau) lebt mit Freund und zwei Katzen zusammen. (…)

(…)
Sex nicht im Bett, sondern...
nach Arbeitsschluss im Büro auf dem Schreibtisch.


Kommentare:

  1. Das WEF ist wie Weihnachten, beides findet jedes Jahr statt, ob uns zweien das nun passt oder nicht... dem einen können wir einfach ein bisschen besser ausweichen als dem anderen ;-)

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  2. Naja, Hauptsache Du hast im Urlaub nicht das Fliegen verlernt. ;) Offensichtlich hat das ja noch ganz zufriedenstellend geklappt.

    Zur Josephine muß ich aber auch noch etwas schreiben; ich finde es erschreckend, schockierend, erstaunlich, was man mit der richtig dosierten Anwendung an Kosmetika und Spachtelmasse und dem ausführlichen Gebrauch von Licht und Schatten - vorallem aber Schatten - so zaubern kann.

    Also nicht, daß man mich falsch versteht, das Ergebnis weiß sehr wohl zu überzeugen.

    Aber das ist, als würde man in einer C150 sitzen und so tun als wäre es eine G650. =)

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  3. Wenn man schon hinschauen sol, wo sind die Bilder? (nicht die von der J., die ist ja nicht zu übersehen...). :-)

    G!

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