Donnerstag, Dezember 22, 2011

Das italienische Paradoxon

Fiumicino 14:45 Uhr, die Crew trifft im Hotel ein. Alle sind wir müde, alle sind wir um 4 Uhr oder so aufgestanden. Das Wetter ist schön, der Wind stark. Irgendwann muss etwas gegessen werden, doch wo und wann?

Unsere südlichen Nachbarn essen erst spät. Spät heisst, so gegen 20 Uhr. Unsereins, fünf Crewmitglieder zum Hang zu senilen Bettflucht, möchten früher speisen. Denn Morgen läutet der Wecker wieder um 04:25 Uhr, denn Morgen möchten unzählige Passagiere mit viel Handgepäck (Weihnachtsgeschenke) gegen Norden fliegen. Eine fast unlösbare Aufgabe.

Um dies zu lösen, braucht es einen Helden, einen Supermario. Zum Glück gibt es eine gleichnamige Bar, wo Mario den Kaffee zubereitet, der seinesgleichen sucht. Assistiert von der charmanten Valentina, eine fast unschlagbare Kombination.
Wir haben uns mit der Crew um 6 Uhr verabredet, ohne nur eine Idee zu haben, wo wir speisen sollen.

Doch was machen wir uns Sorgen, was um 6 Uhr ist, wenn draussen die Sonne scheint und Supermario einen so guten Espresso serviert!?!

Es ist bald Weihnachten und Mario spendiert einen Grappa. Er mag A320 Comandantes und schwärmt von den Alitalia-Kollegen, die hie und da in seiner Bar einen Espresso geniessen. Mario stellt uns Christoph vor der – ach oh Wunder – eine Fischrestaurant im Hafen führt. Wann er denn das Ristorante öffne?, erkundigen wir uns scheu. Nicht vor 20 Uhr!, seine kurze Antwort. Einen Grappa später ist er bereits bei 19:30 Uhr und nach einem weiteren drücken wir ihn auf 19 Uhr. Gebucht für fünf Personen.

Christoph verspricht uns ein unvergessliches Mahl und Supermario verkauft uns zwei Panettone für unter den Weihnachtsbaum bzw. an den Weihnachtsbauch.

Gebucht für cinque persone! So läuft das in Italien :-)



1 Kommentar:

  1. :D Bon appetito! Was sind denn eure guten Vorsätze für das Neue Jahr? Sich nicht mehr vertrösten lassen? Mehr Konsistenz in der Konsequenz? Stets Grappa und einen Schokoriegel am Flughafen organsieren. Oder schlafen kann man immernoch, wenn man tot ist?

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