Dienstag, November 22, 2011

DON'T OCCUPY THE FREQUENCY

Auf den Seiten der verschiedenen Statistikämtern findet man die Information, dass täglich knapp 30'000 Flugbewegungen im europäischen Luftraum stattfinden. Ordentlich viel, finde ich.

Vorausgesetzt es ist nicht dunkler Morgen und die 30'000 sind ziemlich kommunikationsfreudig, kommt allerhand Funkverkehr zusammen. Funkt jeder eine Sekunde, dann wird schon 8 Stunden und 20 Minuten die Frequenz blockiert. Unglaublich, oder?

Merry Christmas braucht, selbst wenn es "Merry X-mas" ausgesprochen wird, mindestens 3 Sekunden. Die Antwort des Controllers mindestens gleich lang. "Happy New Year" dauert satte 4 Sekunden, die Antwort drei. Nun sind wir über die Festtage bereits bei 3 + 3 + 4 + 3 = 13 Sekunden. Multipliziert mit 30'000 ergibt das 108 Stunden und 20 Minuten pro Tag. Rechnet man damit, dass der ganze Glückwunschzirkus ungefähr 14 Tage dauert, kommt man auf 1'516 Stunden und 40 Minuten Funkverkehr. Ziemlich viel Blablabla wenn man bedenkt, dass es eigentlich selten einer mit den Glückwünschen ernst nimmt.

Ich begründe darum die DON'T OCCUPY THE FREQUENCY- BEWEGUNG und verzichte auf die Glückwünsche am Funk. Schliesst Euch mir an!

Darum meine kollektiven Glückwünsche an alle ATC-Controller in ganz Europa. Ich wünsche Euch allen auf diesem Weg alles erdenklich Gute für die Festtage, einen guten Rutsch ins neue Jahr und von mir aus auch schon schöne Ostern, sonnige Pfingsten, einen einheitlichen Tag der Einheit, happy boy-shooting (nur für Zürcher – schönes Knabenschiessen) und was auch immer gerade in Eurem Land gefeiert wird.

Kommentare:

  1. Ich schlage für eine bessere Promotion und Frequentierung eine Gruppe auf FB vor :-D

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  2. Eine gute Idee! Ich bin dabei! Nach den Festtagen könnten wir die positive Energie nutzen und die Bewegung umwandeln in "Don't occupy aircraft toilets for more than 15 minutes"...

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  3. ...was glaubst du weshalb wir nicht ständig "einen schönen Tag und einen guten Flug" wünschen... in den Genuss dieses Privilegs kommen nur einige wenige Auserwählte...

    TWR Mädel

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  4. Auch wenn die Idee gut ist, sollte heutzutage zwecks medienpräsenz mindestens ein zweitägiger Occupy-Gig stattfinden. Dies könnten die Piloten und Controller übernehmen, welche gerade frei haben und nicht in den Bergen über dem Hochnebel ihre Freizeit verbringen.

    Medienwirksam insziniert am Terminal 1 unter der grossen Zeittafel sitzen die Teilnehmer im Kreis, singen Lieder, geben Piloten-und ATC-Anekdoten von sich und "occupyen" im Namen von "Don't Occupy The Frequency" den Zugang zu den Schaltern.

    M

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