Mittwoch, August 31, 2011

Interkulturelle Kommunikation im Cockpit

Noch nicht lange her, habe ich an dieser Stelle über Kommunikationspannen berichtet. Solche Verständnisschwierigkeiten entstehen nicht nur zwischen Geschlechtern, sondern auch zwischen Kulturen.
Wie wichtig Kommunikation ist, wird an jedem Seminar erwähnt und dass wir nicht nicht kommunizieren können, hat Paul Watzlawick schon vor langer Zeit behauptet (was wir auch an jeden Seminar hören).

Doch was ist gute Kommunikation? Oder noch wichtiger: was ist gute Kommunikation zwischen verschiedenen Kulturen?
Ich habe DIE Lösung, doch dazu später.

In meinem Job gibt es zweierlei Kommunikation. Die offizielle (Flaps one) und die inoffizielle (schau mal die Blondine da draussen).
Während die inoffizielle im schlimmsten Fall zu Stunk führen kann, führte unkorrekte offizielle Kommunikation in der Vergangenheit schon zu Katastrophen. Mitlesende Flugverkehrsleiter wissen das ebenso, wie Pilotenkollegen aus aller Welt.

In der Aviatik wird ein grosser Teil der offiziellen Kommunikation auf Englisch geführt. Da nur ca. 340 Millionen Menschen auf der Erde anglophon sind, ist dies definitiv ein schlechter Approach.

Darum frage ich mich als Kapitän natürlich, wie ich diese Gefahrenquelle eliminieren kann? Die effizienteste und einfachste Lösung ist, die Checklisten anzupassen. Ich meine im Ernst, wer versteht schon diese Sätze?


Wir haben dermassen viele Kollegen aus dem Norden, dass hier Anpassungspotential erkennbar ist. Mein hochdeutscher Vorschlag für die erste Checkliste, die Kapitän und Kopilot am Anfang des Fluges machen:

Schon viel besser, oder?

Damit die Deutschen Freunde schnell die Dialekt erlernen, MUSS diese Checkliste auch in Mundsprachen vorhanden sein:



Berndeutschen Kollegen wird obige Checkliste nicht gerecht. Hier einige leichte Modifikationen:




Mein Projekt für einen verbesserten interkulturellen Austausch auf dem Flugdeck nimmt Formen an. Für weitere Vorschläge in Walliserdiiiiiitsch und anderen Dialekten bin ich dankbar.