Freitag, Juni 24, 2011

Kann Süsses Sünde sein?

Schwierige Bergtouren wollen akribisch geplant sein. Gerade im Hochgebirge kann schlechte Vorbereitung Leben kosten oder zumindest die Gesundheit schädigen.
Die heutige Route führte uns über Pontresina einem Flusslauf entlang, dessen Namen mir unbekannt ist, und endete am Fuss des höchsten Berges des Kantons Graubünden. Der Berg heisst übrigens Piz Bernina und das Restaurant in Zielgebiet "Hotel Roseg".

Doch zurück zu den Vorbereitungen. Auf uns wartete ein hochalpiner Wanderweg, der auch bequem mit allerlei Kinderwagen oder eben mit unserem Labrador begangen werden kann. Satte 200 Höhenmeter trennen das fürs Engadin mondäne Pontresina und das beschauliche Hotel Roseg.
Für diese anspruchsvolle Bergtour gehört beste Alpinausrüstung ins Gepäck, namentlich eine prall gefüllte Geldbörse und das iPhone mit der SwissPeaks- und der REGA-App.

Wichtig für die Planung des kulinarischen Teils ist der Energievernichtungsrechner, sprich der Kalorienzähler. Wer im Internet stöbert, findet viele dieser Programme, die allesamt andere Werte berechnen. Studiert man die Menueauswahl des Hotel Roseg wird klar, dass nur das beste aller Programme in Frage kommt.
Ich empfehle dieses hier, denn es liefert mit Abstand die höchsten Werte.

Für den Hin- und Rückweg berechnet das Programm für den Wanderer NFF einen Wert von 3358 kcal. Würden wir uns noch schnell hinter einem Busch ... na sie wissen schon, kämen noch deren 40 kcal dazu (mit 45 mag man nicht mehr so lange).
Sex lohnt sich Kalorienmässig gar nicht so wie gedacht. Vierzig Kilokalorien, das ist noch nicht einmal die Sahne auf dem ersten Dessert, doch dazu später.

Deren 3358 kcal – mit Option auf Erhöhung um 40 kcal – habe ich im gepflegten Lokal zu gut, ohne dass es an den Speckgürtel geht. Zunehmen will ich auf diesem Ausflug auf keinen Fall, Gewicht verlieren schon gar nicht!

Motiviert und voller Tatendrang (jetzt bitte nichts schlechtes denken), nahmen wir den Gipfelsturm in Angriff. Keine zwei Stunden später fand ein zartgebratenes Hirschmedaillon mit hausgemachten Spätzle und EHEC-freiem Biogemüse den Weg an meinen Tisch. Obwohl die Sauce himmlisch schmeckte, verzichtete ich diese mit dem frischen Schwarzbrot aufzutunken (Kalorien!).

Der Amedeo aus der bischöflichen Weinkellerei aus Chur schmeckte herrlich dazu und gab dem göttlichen Mahl den kirchlichen Segen . Nach einer kurzen Pause ohne Grappa (die Kalorien…) folgte ein Höflichkeitsbesuch am Dessertbuffet

Hier lasse ich die Bilder sprechen:


Kugelrund und gut genährt nahmen ich und meine Seilpartnerin den Abstieg in Angriff. Die Rechnung ging auf, die Kalorienbilanz war ausgeglichen.
Ob wir die 40 kcal Option eingelöst haben, lasse ich jetzt mal offen. Doch eines geb ich gerne zu: gesündigt habe ich während dieses Ausflugs zur Genüge!

Nachgefragt: Warum machen eigentlich so viele Leute Ferien am Meer?

Kommentare:

  1. Ich lese hier ja öfter, aber jetzt muss ich das erste mal kommentieren.

    Das Val Roseg und das dazugehörige Restaurant kenne ich selber. Wir waren dort im Winterurlaub und haben uns mit dem Pferdeschlitten hinbringen lassen. Was natürlich die Kalorien die man dort zu sich nimmt nur noch schwerer liegen lässt... ;-)

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  2. lassen sie die leute ruhig ans meer!

    :-)

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  3. Lieber nff

    Der Amedeo aus der Domaine des Bistums Chur ist wirklich ein HERRlicher Wein und das Buffet lädt ebenfalls zum Verweilen ein. Solche Tage sollte es mehr geben... Befindest Du dich im Urlaub oder nur ein paar Tage frei?

    Gruss

    Luis

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