Samstag, Februar 26, 2011

Sonntag, Februar 20, 2011

wenn es gilt mehr zu leisten…

Wow, besten Dank für das Daumendrücken!
Das erste Modul (Führungsseminar) ist um.

Erkenntnis: Ein temporäres Klosterzölibat kann unheimlich Spass machen.
Aufgeschnappt: "Was brauche ich Macht, wenn ich Einfluss habe?"
Mitgenommen: Alte Rezepte aus meiner Zeugungszeit helfen auch zukünftigen Kapitänen.



Sonntag, Februar 13, 2011

ADIEU

11302 Copilotenstunden sind genug.
Ich versuche es mal auf der anderen Position…

Der Schreiberling verabschiedet sich nach langer Vorbereitung Richtung FKK und hofft auf Verständnis, dass dieser Blog in den nächsten Wochen ein ruhiges Dasein fristet.

Bin bald zurück!

Freitag, Februar 04, 2011

ein treuer Freund

Das Leben geht weiter, auch wenn sich um mich die Manuals stapeln und ich mich selber mit meinen eigenen Führungsqualitäten auseinandersetzen muss. Führungsqualitäten, auch so ein lustiges Minenfeld. Doch darüber möchte ich jetzt nicht schreiben, sondern über einen treuen Freund. Ich habe einige Freunde. Dicke, dünne, alte, zu jung gebliebene und fremdsprachige. Doch keiner ist so treu wie Ivar.

Ivar habe ich Ende der 80er Jahre kennengelernt. Die ersten Worte waren keine freundlichen. Ich erinnere mich gut, wie ich über ihn geflucht habe. Seine störrische Art missfiel mir und dazu ärgerte er mich mit seiner Widerspengstigkeit. Trotzdem zog er bei uns ein. Zusammen mit meiner damaligen Freundin bezogen wir eine Wohnung in Winterthur und bildeten unsere erste WG. Auf Ivar könnte ich meinen ganzen Ballast abladen. Er hörte geduldig zu, mischte sich nicht ein, liess die Finger von meiner Freundin und war mit seinem Platz im Wohnzimmer zufrieden. Ich überliess ihm meine Bücher und sogar meine Schallplatten. Im Wissen, dass er meine Schätze hütete wie seine eigenen.

Wir zogen um, Ivar kam mit. Ein neuer Ort, ein neuer Platz. Ivar wechselte vom Wohn- ins Arbeitszimmer. Die Freundinen kamen und gingen, Ivar blieb.

Eines Tages wuchs unsere WG um einen stämmigen Berner. Urs S. aus Münsingen machte sich im Wohn- und Arbeitszimmer breit. Ivar und Urs S. aus Münsingen vertrugen sich nicht. Mein alter und treuer Freund zog in den Keller. Ivar machte das nur scheinbar nichts aus. Beim Umzug passierte zu allem Übel noch ein Unglück. Ein Sturz, ein lautes Knacken und ein stummer Schrei. Ivar brach ein Bein, das dank vier Schrauben fixiert werden konnte. Dieser Zwischenfall veränderte unsere Beziehung. Ivar verfiel dem Alkohol. Er schmückte sich mit unzähligen Flaschen Wein und kümmerte sich kaum mehr um sein Äusseres. Staub setzte sich auf seinem Haupt an und er und die Umgebung verwahrlosten immer mehr. Er stapelte unnötigen Ballast auf seinen Schultern und wollte sich von gesammelten Objekten nicht trennen. Trotzdem fand er immer wieder Zeit und Platz, um auch meinen Ballast aufzunehmen.

Letzte Woche passierte dann das Unausweichliche. Ivar brach zusammen, er starb. Nach fast zwanzig Jahren die Trennung. Traurig brachte ich Ivar und den ganzen Müll, den wir auf ihm abgeladen haben in die Kehrichtverbrennung, fuhr schnurstracks in die IKEA und kaufte ein neues Kellergestell. Ja welches wohl? IVAR natürlich!

PS: ich fluchte beim Aufstellen noch ärger als anno 1988...