Freitag, Februar 12, 2010

Eingeschlafen

Ein gutes Buch, Musik im Ohr, ein bequemer Sitz und etwas Wasser, was braucht der schlaflose Narita-Besucher sonst zum glücklich sein?
Mein Rad läuft rund –, runder als letzte Woche in Yaoundé und viel ruhiger, als vor Monatsfrist in Hongkong. Hänge ich an den Destinationen wirklich nur noch in den Fitnesszentren herum? Man könnte es bei meinen Einträgen so deuten.

Mein Körper hat mir letzten Herbst eine Rechnung präsentiert, die ich fast nicht bezahlen konnte. Vierzehn Jahre Langstreckenfliegerei mit immer strenger werdenden Einsatzplänen, die mittlerweile wissenschaflich belegt aus Sicht der Gesundheit fragwürdig sind, gehen nicht spurlos am Körper vorbei. Doch ich scheine nicht der Einzige zu sein, der mit Schlaflosigkeit zu kämpfen hat. Das hoteleigene Fitness ist am Morgen um 4 Uhr rammelvoll.

Vier Uhr – in der Schweiz startet das Abendprogramm. Um sechs stehe ich unter der Dusche, um sieben fährt der Bus. Wenn es Tag wird in Narita, zieht es mich nach draussen. Zu schön ist Japan, zu interessant die Stadt Tokio.

Mein Hintern ist auf dem Sattel eingeschlafen, wenigstens er findet etwas Ruhe.

1 Kommentar:

  1. Also mir reicht ein Jahr (praktisch nur) Langstrecke zum manchmal Schlafstörungen zu haben...

    Mutig, mutig, wenn du dich in NSI mit dem Rad auf die Strasse traust!

    G!, soeben mit SWR293 nach 7h56 Schlafentzug angedockt und jetzt bettreif (wenn's schläft)

    AntwortenLöschen