Donnerstag, Juni 11, 2009

500 Meter Kowloon

Manchmal muss man einfach die Bilder sprechen lassen. Fünfhundert Meter sind es von der Star Ferry in Kowloon an die Nathan Road. Die Kamera trug ich lose in der Hand und drückte einfach ab und zu auf den Auslöser. Zufällig, genau so wie das Leben manchmal spielt.







Nachtrag:
Seit dem letzten Beitrag habe ich viel Zeit verstreichen lassen. Auch heute hatte ich wenig Lust, an dieser Stelle ironisches, satirisches oder lustiges zu schreiben. Nach dem Absturz des Air France A330 sind meine Lesezahlen in die Höhe gesprungen. Viele wollten offensichtlich wissen, was ich als Airbus Steuermann dazu zu sagen habe.
Dabei haben doch andere schon viel zu viel geredet und Stuss erzählt. In Internetforen haben 14-jährige Flight-Simulator-Süchtige mitdiskutiert, als ob sie jedes Detail des komplizierten Flugzeugs kennen. Experten haben sich in Funk und Fernsehen zu Wort gemeldet, die noch nie einen Airbus von innen gesehen haben. Die Recherche im Netz ist einfach. Wie eine Lawine schiessen die scheinbar exklusiven Meldungen durch die Weiten des World Wide Web. Nicht der Inhalt zählt, sondern wer es zuerst gefunden hat. Gerne nehmen die Medien die Steilpässe auf. Journalisten, die auch mal eine Meldung telefonisch überprüften, wurden auf die Strassen gestellt. Moderne Co-Chefredakteure meinen, es gehe auch mit der Hälfte des Personals.
Wann haben wir eigentlich verlernt zu schweigen, wenn es nichts zu erzählen gibt?