Montag, April 27, 2009

Nacktfliegen

Eine interessante Erfahrung habe ich am vergangenen Wochenende machen dürfen: Ich war wieder einmal zu Hause! Sachen habe ich gesehen, die mir schon fast fremd vorkamen. Die Zeitungen waren dick und farbig, Leute wanderten am helllichten Tag vor meinem Fenster durch und die Läden waren geschlossen. Seltsamer Tag dieser Sonntag.

Ja gut, wenn die Zeitungen schon mal da sind, dann kann man ja auch einen Blick hinein werfen und die zahlreichen Texte lesen. In Zürich feiern sie eine Autobahn, steht in grossen Lettern auf der ersten Seite, und selbst DJ Bobo singt auf einer Bühne auf dem Pannenstreifen. Ich habe die japanischen Kolleginnen übrigens auf dem Heimflug von Tokio darauf aufmerksam gemacht, dass unser grosser Musikheld während ihres Aufenthaltes in Zürich gross aufspiele. Diese haben nur gekichert. Nicht wegen seiner Musik, sondern wegen der Bedeutung des Worts «Bobo» im Japanischen. Das wiederum liess ich mir nicht bieten und erklärte ihnen, dass ihr Begrüssungswort am Telefon («Mushi Mushi») im deutschen Sprachraum auch nicht ganz jugendfrei sei.

Auf Seite Zwei dann der Schock aus dem Kanton Appenzell. Die Landsgemeinde hat das Nacktwandern im Alpstein verboten. Zweihundert Franken schlägt der Striptease in roten Socken zukünftig zu Buche und das wird die Blüttler in andere Kantone vertreiben. Vielleicht kommen sie ja an den Flughafen Zürich. Hier werden alle Menschen so gut durchleuchtet, dass wir uns an die permanente Nacktheit langsam gewöhnt haben.

Ach, was mache ich mir Sorgen, so lange Nacktfliegen nicht verboten werden, ist die Welt noch in Ordnung.

Eine Frage beschäftigt mich noch: Warum werde ich im Vorfeld von Checks nur immer so infantil?

Kommentare:

  1. haha, ich hätte sicherlich nicht schlecht geguckt, wenn ich in Japan gewesen wäre und auf einmal fängt eine Japanerin neben mir an in ihr Handy "Muschi Muschi" zu rufen. Das wäre wirklich amüsant.

    Ich muss schon sagen, der Gang auf diese Seite um nachzusehen, ob neue Einträge vorliegen, ist mittlerweile zum festen Tagesprogramm geworden. Bin echt froh, auf diesen Blog gestoßen zu sein.

    Auch der jetzige ist wieder mal ein sehr schön geschriebener Eintrag und ich wünsche viel Erfolg bei dem Check.

    Freuen Sie (darf ich "du" sagen ?) eigentlich schon wieder auf Kurzstrecke in ein, zwei Jahren ?

    Liebe Grüße, ein bisher stiller Verfolger des Bloges, Sven

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  2. Hallo Sven

    Besten Dank für deine Zeilen. Das DU ist immer gut! I

    Den Check werde ich schon hinter mich bringen. Eine Schachtel Luxenburgerli und der Checker ist den ganzen Tag beschäftigt :-)

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  3. Nur so nebenbei bemerkt: Böse Zungen behaupten, die Innerrhoder haben das Nacktwandern an der Landsgemeide nur deshalb verboten, weil die Blutten kein Portemonnaie dabei haben und so in ihrem Kanton kein Geld ausgeben können.
    Beste Grüsse
    Peter (ein Ausserrhoder)

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  4. Nacktfliegen sind also erlaubt...
    Und wie steht es mit dem Nacktfliegen oder anders gefragt: Was zeihst Du zum Check an?

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  5. @Prechi:
    ... das könnte hinhauen :-)

    @skypointer:
    ... ich habe mir für morgen das kleine Blaue bereitgelegt und das ungebügelte Hemd ist auch schon parat. Krawatte dezent rot-schwarz und wie immer ohne Hut (ist immer noch zu klein für meinen 64er Göpf)

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  6. Was heisst "Kloten" auf holländisch?

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  7. ... die Welt ist ein einziger Sauhaufen :-)

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  8. Ich hoffe der Check mit dem Schäff himself ist gut glaufen und dass du dich nicht entblössen musstest ;-)

    Gutes Steak!

    G!

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  9. .... alles gut gegangen. Die grosse Sphinx in Gizeh hat wegen der schönen Landung aus lauter Neid ihre Nase verloren ....

    PS: ich werde morgen Abend MINDESTENS 400g Filet verspeisen ....

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