Donnerstag, November 29, 2007

Jahresrückblick

Manchmal träume ich davon, ein grosser Schreiberling zu sein. Ein Haus in der Provence, Geld wie Heu, meine Frau an meiner Seite, eine Boulangerie in geruchsweite und jede Menge Zeit um Buchstabe an Buchstabe zu reihen. Nun leider fehlen mir aber einige der Zutaten des oben genannten Rezeptes zum perfekten Schriftsteller, allem voran das Talent Texte zu verfassen, für die anderen Leute viel Geld ausgeben.
Darum mache ich jetzt das, was andere Texter in dieser Lage auch machen, nämlich einen Jahresrückblick verfassen. Zeit genug habe ich dafür, denn ein mickrig kleines Viech hat sich in meine Atemwege eingeschlichen, die Nase verstopft, die Schleimhäute gereizt, den Druckausgleich verunmöglicht und meinen sonst schon heissblütigen Lebenssaft noch zusätzlich erhitzt. Das alles führt zur temporären Flugunfähigkeit, aber Gott sei Dank nicht zum Schreibstau.

Flugzeugführer haben so die Eigenschaft, dass sie über alles Buch führen. Jungpiloten sammeln Daten über ledige Kolleginnen, die alten Haudegen zählen die Landungen bis zur Pensionierung, und die Fraktion des Mittelalters rechnet seit Jahrzehnten, wie lange es wohl dauert, bis endlich einmal ein Platz auf dem linken Sitz frei wird. Doch eines haben wir Piloten alle gemeinsam, wir führen ein Flugbuch. Da finden sich nach dem Datumseintrag Destinationen, Flugzeiten, Flugzeugtypen und je nach Gusto noch Einträge zu besonderen Vorkommnissen. Dank dieser Datensammlung ist es für mich natürlich ein einfaches, den Jahresrückblick zu beginnen.

Ereignisreich hat das Jahr begonnen, ich war nämlich krank. Den Silvester durchgepennt, musste ich mich am Neujahrstag bei der Crewdisposition abmelden. Es gibt bessere Tage um sich von der Arbeit abzumelden, glauben sie mir. Zum arbeiten kam ich dennoch genug im ablaufenden Jahr.
Ich war im 2007 zweimal in Tel Aviv, 10-mal in Tokio, zweimal in Dar es Salaam, 4-mal in New York, nie in Singapur, zweimal in Johannesburg, 3-mal in Bangkok, zweimal in Nairobi, einmal in Kairo, 3-mal in Los Angeles, 7-mal in Hongkong, zweimal in Miami, auch zweimal in Muskat und je einmal in Boston, Chicago und Bombay. Dabei bin ich 870 Stunden im Cockpit auf meinem Hintern gesessen und habe schätzungsweise 50 Nachtflüge absolviert. Vermutlich werde ich also auch diesen Silvester wieder durchpennen. Mit vielen interessanten Kollegen habe ich das Cockpit geteilt und dabei viel erlebt, gelacht und diskutiert.
Einige Erlebnisse haben den Weg in meinen Blog gefunden und so komme ich zu den Zahlen, die mich am meisten freuen. Es haben sich seit Anfangs 2007 48‘000 Personen auf meinen Blog verirrt und 75‘000 mal wurde meine Seite aufgerufen. Da bleibt mir die Spucke weg und ich bringe nur ein Wort über die Lippen: Danke!

Donnerstag, November 22, 2007

Nahkampfgebiet Kowloon

Es gibt wohl kaum einen anderen Ort der Welt, wo man die freie Marktwirtschaft so hautnah erleben kann, wie in Tsim Tsa Tsui in Kowloon. Schon Sekunden nach dem Verlassen der Fähre, springen mich die indischen Händler an und versuchen Waren aller Art anzupreisen.
Kopierte Uhren fehlen genauso wenig im Angebot wie garantiert verwackelte Kinofilme auf DVD und frisch aus dem Hugo Boss Katalog geschneiderte Massanzüge. Diese indischen Strassenhändler sind vermutlich blutsverwandt mit den gefürchteten Telefonmarketingterroristen in unseren Breitengraden. Los wird man die Kletten nur, wenn man im Fundus der eigenen Anstandsregeln ganz tief unten die Schlechtesten hervorholt.
Fehlen für einmal die unfreundlichen Worte oder werden die abweisenden Gesten falsch interpretiert, hilft nur die Flucht in die nahe Starbucksfiliale. Mit liebe gebrauter Kaffee, Zeitungen aus aller Welt und ein offenes Internet bringen die strapazierten Nerven schnell vom gesundheitsschädigenden Niveau herunter.

Weiter geht mein Spaziergang Richtung Nathan Road. Baustellen machen den Ausflug zum Spiessrutenlauf und ziemlich deutlich wird dem Fussgänger aufgezeigt, wie tief er in der Verkehrshirarchie steht. Links in die Hankow Road hinein, am Peninsula Hotel vorbei, treffe ich vor dem Eingang zum Esprit Outlet auf zwei Flight Attendants unserer Crew. Eine kurze Begrüssung, einige Wortfetzen und weg sind sie wieder. Was bleibt ist die Frage, wie die Beiden die vielen Taschen am Abend in die Koffer bringen und die Erkenntnis, dass aufgrund der ungewöhnlichen Anhäufung der Wortkombination «ich muss ...» noch einige Taschen mehr dazukommen.

Bei der Abzweigung zur Nathan Road werde ich fast Opfer eines Verkehrsunfalles. Nicht etwa eines dieser roten Taxis oder ein stinkender Lastwagen hat mein Leib und Leben bedroht, sondern eine Horde Chinesen mit vollbeladenen Schubkarren. Als ob sie sich im Anschiebetraining für kommende Bobmeisterschaften befänden, pflügten sie ihre quietschenden Konstruktionen rücksichtslos durch die entgegenkommende Menschenmenge. Eine Kollision mit einem solchen Gefährt, hätte im besten Falle mit einem Splitterbruch des Schienbeines geendet.

Kaum war dieses Abenteuer überstanden, versuchte mich ein Chinese in seinen Elektronikshop zu zerren. Die neusten Speicherchips und Videokameras aller Formate fanden schnell den Weg auf den Verkaufstisch und es brauchte viel Geduld den Verkäufer davon zu überzeugen, dass ich keine Produkte mehr kaufe, auf denen nicht mindestens ein Apfel prangert. Sein Blick schweift vorsichtig nach rechts, dann nach links, er zwinkert mir zu und holt unter strengsten Vorsichtsmassnahmen ein iPhone hervor. «Hacked Software - working everywhere with every sim card», versichert mir der übelriechende Verkaufsprofi. Ich ergreife die günstige Gelegenheit beim Schopf und türme aus dem vollgestopften Verkaufslokal.

Als die Ampel auf Grün schaltet, ergiesst sich ein Strom von Menschen auf die vierspurige Strasse. Das Signal blinkt schon nach wenigen Sekunden wieder rot und macht die schwächsten aller Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam, dass die Blechlawine der roten Taxis schon bald wieder anrollt. Wieder stehen diese Schubkarren im Weg und verlangsamen den Fluss erheblich. Das akustische Signal verstummt, die Fussgängerampel wechselt auf rot und von hinten braust das erste Fahrzeug heran. Das laute Hupen lässt mich zusammenfahren und ich rette mich mit einem Sprung auf den nahen Gehsteig. Dabei stosse ich unglücklicherweise mit einem Inder zusammen, der mir sofort mit Angeboten von kopierten Uhren und Massanzügen in den Ohren liegt. Wo zum Henker liegt nur der nächste Starbucks?

Der Inder verfolgt mich und zupft alle paar Sekunden an meinem Ärmel. Hätte ich mich nicht in einem Giordano Kleiderladen verkriechen können, würde beim Inder anstelle der zwei gelben Schneidezähne jetzt ein blutendes Loch klaffen. Im gut gekühlten Textilgeschäft treffe ich wieder auf meine zwei Kolleginnen. Zu dem Berg roter Einkaufstüten, haben sich noch ein paar grüne und blaue gesellt. Man nickt sich höflich zu, verliert keine wertvolle Zeit und probiert wacker weiter.
Nachdem ich mich versichert habe, dass die Grösse XL selbst meinem Göttibub zu klein ist, verlasse ich mit leeren Händen das Geschäft durch den Hintereingang.

Der Inder scheint sich verzogen zu haben, dafür nähert sich mir eine etwa ein Meter vierzig grosse Chinesin von hinten. Ich muss sie während eines früheren Aufenthaltes schon einmal getroffen haben, denn ihre Beisserchen fehlen allesamt. Sie hält mir eine vergriffene Broschüre vor die Augen, auf der leicht gekleidete Mädchen dem Betrachter zulächeln. «Good Massage - you will like it!» Dies ist der Moment, wo ich äusserlich stumm, aber innerlich schreiend auf den Eingang der MTR Station zustürme, im Schlund verschwinde, den Zug zum Fährenterminal besteige, den Wellenschlag geniesse und wieder ein paar Augenblicke später an der Promenade der Discovery Bay sitze, guten Kaffee schlürfe, die Sonne anbete und in ALLER RUHE mein posttraumatisches Nahkampfsyndrom pflege.

Montag, November 19, 2007

Szenen einer Ehe

Oft werde ich gefragt, wie es denn so sei, nächtelang mit einer mehr oder weniger fremdem Person im Cockpit zu sitzen. Meine Antwort ist auf diese Frage ist so vielfältig, wie meine Kollegen im Führerstand. Es ist aufregend, langweilig, spannend, ermüdend, abwechslungsreich, eintönig, lustig, ernst, locker, steif, endlos, kurzweilig, aber immer auch lehrreich.
Ich habe schon intime Details von Partnerschaften vernommen und unzählige Fotoalben von Ferienhäusern und Hunden gesehen. Blankpolierte Sportwagen wurden ebenso stolz präsentiert, wie der kurz geschnittene Rasen neben der Garageneinfahrt. Kein Verständnis zeige ich für Computerprobleme, die mit Windows zusammenhängen und taube Ohren habe ich bei religiösen Annäherungsversuchen. Ich lache herzlich bei stilvollen Witzen und aus Höflichkeit bei denen, wo sich der Erzähler selber blamiert. Ich mag gute Redner genauso, wie solche die mich beim Studium der Zeitung in Ruhe lassen. So hat jeder seine Macken und die gilt es zu akzeptieren.
Wo Menschen in engen Räumen zusammenkommen, geschehen seltsame Dinge, über die Analysten schon Bände gefüllt haben. Komplex wird es, wenn Aufträge unklar und Kompetenzen nicht verteilt sind. Dies ist zum Glück in einem Cockpit nie der Fall. Der Linkssitzer ist bei uns der Chef, der Rechtssitzer der Zudiener. So zumindest die formellen Strukturen.
Eigentlich sind wir im Cockpit temporäre Ehepartner mit dem Kapitän als Oberhaupt. Dabei gibt es Ehen, die sehr patriarchisch geführt werden, solche die an Kommunen der 70er Jahren erinnern (selbstverständlich ohne die sexuelle Komponente), andere die ohne Worte auskommen, die hitzigen, die abenteuerlichen und die lockeren.
In dieser temporären Ehe ist der Kapitän der Kopf und ich der Hals. Er bestimmt den Kurs und ich sorge dafür, dass er in die richtige Richtung blickt. Dieses Zusammenspiel klappt eigentlich schon seit Jahren sehr gut und hat sich bewährt.
Damit mögliche Ehekonflikte im Keim erstickt werden, sorgt die Gesetzgebung dafür, dass wir alle paar Monate in eine Eheberatung geschickt werden. Dies hat wie alle wichtigen Sachen einen englischen Namen und nennt sich Crew Ressource Management. Bis jetzt hat es genutzt. Handgreiflichkeiten hat es meines Wissens noch nie gegeben und wir akzeptieren uns so wie wir sind.
So kann ich auch morgen beim Briefing meinem Chef in die Augen schauen und sagen: Ja ich will.

Samstag, November 17, 2007

visualisierte Saukälte


So sieht das Engadin mit -20°C aus. Meine Langlaufskis bleiben noch etwas im Keller .....

Dienstag, November 13, 2007

while you were sleeping

Die Kabine ist dunkel und in allen Klassen wird unterschiedlich laut geschlafen. Es sind jetzt fast fünf Stunden vergangen, seit wir in Zürich bei nasskaltem Wetter den Boden verliessen und unterstützt durch kräftige Westwinde, die Flugzeugnase Richtung Hongkong drehten.
Im Cockpit begrüssten wir die aufgehende Sonne vor ein paar Minuten mit unterschiedlicher Begeisterung. Einerseits ermöglicht uns das Tageslicht einen unvergleichlichen Blick auf das Tien Shan Gebirge, andererseits brennt die grelle Sonne in den müden Augen.
Fasziniert Blicke ich aus dem Cockpitfenster auf die Stadt Urumqi. Die Metropole, gelegen am Fuss eines 5445 hohen Berges, präsentiert sich wie immer im rauchigen Dunst. Reiche Kohle- und Erzvorkommen machen diese Stadt zu einem Zentrum der Stahlindustrie. Es sind jetzt ziemlich genau drei Jahre her, seit ein Feuer in einem Kohlebergwerk, das sage und schreibe 130 Jahre gebrannt hat, endlich gelöscht werden konnte. Ob sich die Luftqualität in diesem Moloch seither wirklich gebessert hat, wage ich zu bezweifeln.
In den nächsten drei Stunden bleibt es bergig und wir tun gut daran, mögliche Fluchtwege im Falle eines Druckabfalles in der Kabine bereit zu halten.
Entlang alten Pfaden der Seidenstrasse hält das Flugzeug südöstlichen Kurs und im Norden öffnet sich die weite Ebene der Wüste Gobi. Unter uns taucht die Stadt Hami, 200 Meter unter Meer gelegen, unter einer Dunstglocke auf. Die Gegensätze könnten grösser nicht sein. Aus dem rechten Fenster blickend die schneebedeckten Berge, deren Spitzen jetzt 6500 Meter überschreiten und links von uns diese unendliche Wüste.
Eine halbe Flugstunde später drehen wir über dem Funkfeuer von Jinchang eine leichte Rechtskurve. Gemäss meiner Karte müsste das westliche Ende der über 6000 km langen chinesischen Mauer ganz in der Nähe sein.
Das Gebirge faltet sich jetzt immer stärker. Nach Lanzhou, dem Ausgangspunkt der Eisenbahnstrecke nach Lhasa, die über den 5225 Meter hohen Tangulapass führt, ist es nicht mehr weit.
Hinten im Flugzeug schlafen die Passagiere noch immer tief und freuen sich auf die baldige Landung in Hongkong. Für viele ist die ehemalige Kronkolonie ein Höhepunkt ihrer Ferien. Die wenigsten realisieren aber, dass sie den Höhepunkt ihrer Reise schlicht und einfach verpennt haben.

Montag, November 05, 2007

im Banne bäuerlicher Traditionen

Die Amerikaner haben es nicht immer leicht. Obwohl der keltische Brauch der Geistervertreibung erst ein paar Tage zurückliegt, steht schon der nächste wichtige Meilenstein im vorweihnachtlichen Festmarathon bevor. Nach dem gruseligen «Hallo Wien» folgt schon in ein paar Wochen das Truthahnmassaker. Beides wichtige Termine im bäuerlichen Kalender der amerikanischen Grossstadtfarmer.

Immer wieder staune ich, wie sehr verbunden die Einwohner dieses grossen Landes mit der Agrarwirtschaft sind. Selbst in Molochen wie Miami, New York, Los Angeles oder hier in Chicago, verzichten die Einwohner auf zivilisationsgerechte Fahrzeuge und beweisen mit ihren Grossstadttraktoren die bewundernswerte Bereitschaft, jederzeit und überall sofort im Dienste der Agrarwirtschaft einen Kornanhänger aus dem Dreck ziehen zu können.

Wer im nebenstehenden Transportmittel eines zur Beförderung von Personen sieht, liegt nicht ganz falsch. Das für Amerika typische Stadtauto wurde auf Kosten des Besitzers so modifiziert, dass es auch dumme Kühe und Esel von einer Boutique Weide auf die andere bringen kann.

Auch das erwähnte Erntedankfest wirft seinen Schatten weit voraus. Wenn die meisten der 300 Millionen Bewohner einen Truthahn auf dem Teller wollen, dann muss der Fleischberg zuerst einmal angeschafft werden. Eine Tierschutzorganisation schätzt, dass für dieses Fest etwa 45 Millionen Truthähne geopfert werden. Ich kann die Zahl nicht überprüfen, mache mir aber Gedanken, wer diese Tiere alle jagt. Waffen zum Schiessen gibt es ja genügend in den Staaten.

Ich möchte jetzt das wichtigste Fest meiner jetzigen Gastgeber hier in den USA nicht ins Lächerliche ziehen. Eigentlich bin ich sogar etwas neidisch. Dieses Erntedankfest Wochenende ist in den Staaten so wichtig, dass fast das ganze Land still steht. Man feiert mit der Familie, reist im ganzen Land umher um die Liebsten zu sehen, kauft zusammen für Weihnachten ein, verzerrt einen der gerupften Truthähne und freut sich schon wieder auf das nächste Jahr.
Ich habe keine solchen Fixdaten. Während der «normale» Arbeitnehmer schon der Wochenenden wegen weiss, an welchen 104 Tagen im Jahr er frei hat, sind bei mir alle Tage des Jahres potentielle Flugtage. Bei Personen mit geregelter Arbeitszeit kommen dann noch einmal 6 Feiertage und 20 Ferientage dazu. Ein Drittel des Jahres wissen meine Freunde, Verwandten und Nachbarn also, wann die Agenda mit Parties, Sportwochenenden, Fondueabenden und Ferien gefüllt werden kann.

Ich habe 6 Wochen Ferien, die als Kompensation für das verpasste Sozialleben herhalten sollen. Fünf davon stehen zu meiner persönlichen Disposition zur Verfügung. Wunderbare Grafiken (nicht mackompatibel) und unglaubliche Datenbänke (auch nicht mackompatibel) stehen mir zur Verfügung, um die Chance auf bestätigte Auszeit zu erhöhen.
So habe von Zahlenbergen beschwipst meine Ferientage bis ins Jahr 2009 gesetzt und komme mir vor, wie an meinem ersten Schülerball - Absagen, nichts als Absagen! Dabei bin ich vorgegangen wie in meiner Jugend. Nicht die Begehrenswerteste, nicht die Attraktivste habe ich gewählt, sondern die, die versteckte Schönheiten verbirgt. Wer will schon im September Ferien? Wer im späten März? Wer friert sich im Januar die Finger beim Langlaufen klamm, wenn man sich im Februar auf der Terrasse in der Sonne wärmen kann? ICH!
Wie gesagt, im Moment ist alles abgelehnt oder auf Eis gelegt. An meiner ersten Schülerparty schaute mir die Holde bei ihrer Absage wenigstens in die Augen. Die nicht mackompatible Software redet nicht einmal in meiner Sprache mit mir. «Rejected» steht da ganz klein geschrieben. So etwas Ungehobeltes ist mir noch nie über den Weg gelaufen!

Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig als mich den bäuerlichen Traditionen zu besinnen. Wie mein Nachbar zu Hause, auf dem landwirtschaftlichen Hof in unserer Sichtweite, werde ich also 2008 immer für meinen Arbeitgeber bereit sein. Murrend wie der Stier im Stall, aber immer abrufbereit, gut rasiert und noch besser vorbereitet. 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag. Nur für die Feriensoftware habe ich keine gute Prognose, ich werde nämlich nächstens meinen Leoparden auf sie hetzen.

Anflug auf Chicago