Samstag, Januar 20, 2007

wieder da


Immer wieder faszinierend, wie schnell die Zeit in den Ferien vergeht. Kaum waren die Sporttaschen gepackt, werden sie jetzt schon wieder von der leicht säuerlich riechenden Sportunterwäsche befreit und im Keller verstaut.

Jetzt ist sie zu Ende, die Zeit des langen Schlafens, des unbeschwerten Stöbern in den Morgenzeitungen, des Gleitens über die herrlich präparierten Loipen von Silvaplana, des Fluchens auf den mässig präparierten Loipen von Sils, des Beobachtens der Wildtiere auf der Einkaufsmeile in St. Moritz und des Einbrechens aller guten Vorsätze in der Patisserieabteilung des örtlichen Zuckerbäckers.

Ja, es gilt wieder Ernst und der Alltag kommt in grossen Schritten näher und näher. Als viel zu gewissenhafter Mitarbeiter bin ich schon am zweitletzten Ferientag wieder mit meinen Gedanken bei der Arbeit, habe pflichtbewusst mein persönliches Postfach am „unique’sten“ Flughafen der Welt geleert und blicke jetzt auf einen Berg von Papier, der bittschön geordnet in die entsprechenden Manuals eingefügt werden soll.

Draussen hört man noch immer die Bäume rauschen, die seit Donnerstag von Kyrill, - dem einzigen Russen mit Ausreisevisa, der im Moment nicht in Zermatt oder St. Moritz weilt -, durchgeschüttelt werden und ich bin froh, dass ich in den letzten Tagen nicht am Steuerknüppel ziehen musste. Im letzten halben Jahr habe ich einen Hurricane und zwei Taifune hautnah zu spüren bekommen, das reicht mir vollkommen.

Die neuen Vorschriften sind dank marginalen Änderungen schnell eingeordnet und verarbeitet und ich kann mich vorsichtig an mein elektronisches Postfach wagen. Die Mailbox ist wie erwartet übervoll und der Administrator droht mir mit Konsequenzen, wenn ich nicht mit der Deletetaste etwas Freiraum schaffe.

Das Postfach wird unerledigt geschlossen und ich werfe einen Blick auf meinen Flugplan nächste Woche. Der erste Flug geht nach Tel Aviv, hebräisch für Hügel des Frühlings und da kommt mir der Gedanke, den ich schon viel früher hätte haben sollen. Was mache ich eigentlich mitten in meinen Ferien vor dem Computer? Draussen ist Frühling, die Sonne scheint und der Hügel vor meiner Türe wartet auf eine Besteigung.

Bis bald.

Kommentare:

  1. Nun, nach Tel Aviv ginge ich auch gerne einmal. Allerdings hätte ich hier lieber Winter. Sehnlichst warte ich auf den Schnee. Hab sogar schon mal meine neuen Skies ausprobiert. Diese hassen mich jetzt dafür.

    Denkt dran: www.schuelerblog.blogspot.com

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  2. Schade für Sie, dass Ihr Urlaub vorbei ist.

    Schön für uns, dass Sie wieder da sind! :)

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  3. Oh, da kommt mir ja gerade eine Frage:
    Darf man dich/Sie überhaupt duzen?
    Ich habe es bisher einfach gemacht, da es die anderen, bis auf faan auch so taten. Doch es kommt mir in den Sinn, dass ein Grossteil der hier Schreibenden Kollegen oder Freunde sind.

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  4. (...) ja klar, ich habe meinen Leutnant im Militär auch immer geduzt, ohne dass er begeistert war ;-)

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