Freitag, Februar 23, 2018

Ein Himmel voller Schmetterlinge

Das grösste Privileg des Langstreckenkapitäns sind weder die tollen Destinationen, noch die nicht mehr gar so tollen Hotels. Das grösste Privileg ist die Zeit, die einem der Arbeitgeber schenkt. Ein Aufenthalt in einer Stadt ist bei meinem Job mindestens 26 Stunden lang. Im Falle von Hongkong sind das gar 55 Stunden.
Zeit, die man tanzend, essend, laufend, rennend oder kaffetrinkend verbringen kann. Zeit, die man ganz ohne Zwänge selber ausfüllen kann. Zeit, die kaum fremdbestimmt ist.
Wer etwas MUSS, ist selber schuld. Man DARF und das jede Minute des Layovers.

Es gibt in der Tat einige, die mehr MÜSSEN als die anderen, das sind aber in der Regel die Jüngeren - die Küken in der Besatzung. Sie sind etwas mehr fremdbestimmt, manchmal von den eigenen Hormonen, manchmal auch von fremden.

Zeit haben und nicht MÜSSEN, das ist ein Zustand, der die meisten nicht mehr kennen. Ich versuche diesen einmal zu beschreiben:
Eine sehr gute Ausgangslage setzt man sich, wenn man die dicken Vorhänge im Hotel ganz fest zu zieht und das DO NOT DISTURB Zeichen gut sichtbar vor die Türefalle hängt.
Dann unbedingt den zimmereigenen Wecker vom Stromnetz trennen, denn es gibt immer wieder Spassvögel, die beim Verlassen des Hotelzimmers einen Wecker stellen. Zwölf Stunden Tiefschlaf sind einem nach einem Nachflug sicher. Zwölf Stunden!
Während die Küken bereits durch die Märkte rennen, stehe ich langsam auf und mache mich mit dem iPad unter den Armen auf in ein gemütliches Kaffee, dass guten Milchkaffee serviert und frische Backwaren anbietet. Mindestens zwei Stunden widme ich mich den Tages- und Wochenzeitungen, die aktuell auf dem iPad heruntergeladen auf das studieren und durchlesen warten. Im späteren Nachmittag erhebe ich mich von meinem Stuhl im Kaffee und begleiche die Rechnung, die so hoch ist, wie der Einkauf der Küken im Ladiesmarket.

Frisch gestärkt auf in Fitnessstudio. Auf dem Laufband ein paar Podcasts geniessen und den Mitsportlern zuschauen, wie sie unter Stöhnen Eisen in die Höhe heben. Die Zeit vergeht schnell und es stört mich in keiner Weise.
Um vor lauter Genuss nicht sämtliche sozialen Kontakte zu vernachlässigen, treffe ich mich am Abend zum Essen mit den Älteren. Die Küken wollen nicht mit uns Zeit verbringen und das ist auch gut so.

Essen, ein paar Drinks, etwas Livemusik und der Himmel hängt voller Schmetterlinge.




Während die dunkelhäutige Sängerin Lieder von Amy Winehouse zu Besten gibt, stupft mich jemand von hinten an. „Hoi Chef, Du auch hier?“ 
Ü50 Chefs werden von ihren Mitarbeiterinnen nicht gerne im Ausgang gesehen...

„Hattest Du einen guten Tag?“, fragt mich das Küken fast schreiend.

„Perfekt, ich habe jede Minute genossen!“

„Und was machst Du morgen?“

„Exakt das Gleiche!“

Montag, Februar 19, 2018

Woche im Unterland

Bereits erreichen mich Mails mit der Bitte, doch endlich wieder einmal etwas zu publizieren. Der Vorwurf ist nicht unberechtigt, habe ich doch nach meinem Abstecher nach Seattle keine Zeile mehr verfasst.

Warum eigentlich? Ach ja, das war ja die Grippe... Taugt das als Entschuldigung? Schliesslich erlebt man im Bett ja so allerlej interessantes, das jüngere Mitbürgerinnen und Mitbürger so gerne öffentlich breitschlagen. Da wir aber hier in einem Blog sind (altertümlich) und nicht auf Instagramm (hipp), verzichte ich an dieser Stelle auf Nacktselfies (dieses Wort bringt wieder Klicks!) aus dem Schlafzimmer.

Nach der Wiederaustehung von den Kranken und Halbtoten fasste ich von der Crewplanung einen interessanten Einsatz über den es zu berichten gibt. Ein Simulatortraining für Instruktoren, bei dem wir durchaus auch mal die Welt (beziehungsweise die im Simulator dargestellte Welt) auf dem Rücken sahen (UPSET Rcovery). Am Tag darauf einen Flug nach London, wo ein Kollege das erste Mal einen B777 steuern durfte, danach wieder Kurzstrecke nach Hannover und übermorgen als Instruktor auf dem rechten Sitz nach Hongkong.

Spannender geht es fast nicht!

Als Neu-Engadiner mit einer über dreistündigen Anreise zum Flugplatz ist so ein Einsatz aus reisetechnischen Gründen nicht ganz ideal. So fragte ich bei einem Kollegen aus der Studienzeit um Asyl an, was subito bewilligt wurde. Da seine Partnerin unter der Woche in München lebt, war die Männer-WG perfekt.
Fernsehschauen während den Mahlzeiten, ungesundes Essen, ab und zu ein Bier - so wenig brauchte es, und die Studienzeit lebte wieder auf.
Doch ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich nach drei Monaten Engadin die Sonne im Unterland ziemlich vermisste...

Damit stehen endlich wieder einmal ein paar Buchstaben in einem neuen Blogeitrag. Ich verspreche mehr Text, wenn ich in Hongkong wieder etwas mehr Zeit habe. Danke für das Mitlesen! Ich muss nach Hannover ....

Sonntag, Februar 04, 2018

Gesetzliche Meldepflicht

Die Luftfahrt gilt als Hochrisikogeschäft. Kein Wunder wenn man bedenkt, dass jede Airline täglich mehrere tausend Flugzeuge in alle Himmelsrichtungen schickt – über Krisengebiete und Unruheherde, über Sturmgebiete und in Erdbebenzonen. Zumindest die Maschinen einer grossen helvetischen Airline sind darum für eine zehnstellige Summe versichert, was im englischen Sprachgebrauch Billionen entspricht. 

Nicht zu beneiden sind darum die Manager. Dass diese Helden noch ruhig schlafen können grenzt an ein Wunder. Die Verantwortung ist immens, der drohende Schaden existenzbedrohend.

Damit die Arbeitsbienen keine unnötigen Risiken eingehen, beziehungsweise diese frühzeitig erkennen, wirken hunderte von Unterstützern im Hintergrund. Das beginnt bei der Ausbildung, der Planung, der Analyse, der Strategieentwicklung, bei der internen und externen Kommunikation und geht weiter über das Rapportwesen und die Administration. 

Dies alles im Dienste der Besatzungen, die im Notfall damit Werkzeuge zur Verfügung haben, um das grosse Unheil abzuwenden. Struktur ist bei der Entscheidungsfindung wichtig, Überblick auch. Doch was für eine Rolle spielt dabei der Bauch? Hätte ich hier an der South Beach in Miami guten Internetempfang, könnte ich auf die schnelle unzählige Studien verlinken, die auf die Güte des Bauchentscheides hinweisen.
Einen noch besseren Beweis für die Qualität des Bauchentscheides finde ich vor meiner Nase. Das Egg Benedict schmeckt fabelhaft. Vor meinem Tisch joggen attraktive Menschen über den Sand und folgen ihrem Trainingsprogramm. Doch wie hat das ein unbekannter Fachmann kürzlich am TV so treffend formuliert: Wer ständig vorbeugt kann nie zurücklehnen... Der Bauch gewinnt...

Zurück zur Fliegerei und den Gefahren. Wenn ein aviatischer Fachmann eine potentielle Gefahr erkennt, dann ist er per Bundesgesetz verpflichtet, diese unverzüglich zu melden. Ich tue das an dieser Stelle und warne vor folgender Gefahr:

MBPV

Klingt gefährlich – oder? Ein Virus? Ein Name für eine neue Pandemie? Nein, MBPV ist viel subtiler als ein Virus und viel verführerischer als jede Venusfalle. MBPV ist ein Flughafen. Auf unserem gestrigen Flug nach Miami wurde der mir bis anhin gänzlich unbekannte Airport als Ausweichmöglichkeit im Falle grösserer Probleme zwischen dem Bermuda-Dreieck und den Bahamas geplant. MBPV steht für Providenciales International. Da ich mit diesem Namen nichts mir bekanntes verband, fragte ich Tante Google an. MBPV ist der Hauptflughafen der Turks- und Caicos Inseln. Immer noch Bahnhof! Wenn der Text nicht hilft müssen Bilder her und falls sie ein stabileres Netz haben und die Bilder in Ruhe geniessen können, verstehen sie vielleicht, warum MBPV als Synonym für eine neue Gefahr in der helvetischen Aviatik steht.

Beim kleinsten Fehler, sei es eine gepoppte Sicherung oder ein defekter Ofen - die Versuchung wäre unendlich gross gewesen, unverzüglich und mit einer Geschwindigkeit nahe dem Schall Richtung MBPV zu düsen. Der Bauch hätte über den Verstand gesiegt, Miami hätte den kürzeren gezogen. Darum diese Selbstanzeige, darum die Meldung.


Bitte führet uns nicht in Versuchung...

Montag, Januar 29, 2018

Tag 3: AWESOME Seattle

AWESOME - ohne dieses Wort scheint in Amerika kein Satz mehr möglich zu sein. Auch wenn wir „Nicht-Amerikaner“ jedes Mal schmunzeln müssen, wenn dieser Superlativ über die Lippen des Gesprächspartners kommt, muss man den Kollegen in Everett Recht geben, es ist wirklich sehr viel AWESOME rund um diese Delivery-Geschichte.

HB-JNJ (Nummer 10 der Swiss) von der offiziellen Besucherterrasse aus abgelichtet


Nach einem freien Tag, den wir in und rund um Seattle verbrachten, wurden wir am Abend in ein wirklich exklusives Lokal eingeladen. Edle Tropfen, edle Speisen, edle Stoffe an den da und dort beleibten Körpern in edler Umgebung – awesome! Geschenke wurden überreicht, interessante Tischgespräche geführt, Businesskarten ausgetausch und viel gelacht und gelobt.

Während wir uns die Bäuche vollschlugen, wartete unser neues Baby in Everett bereits voll getankt und frisch herausgeputzt vor dem speziellen Deliveryterminal auf unsere Ankunft am nächsten Tag. Der Heimflug wird nicht nur aus emotionalen Gründen ein spezieller sein, die ganzen Umstände an Bord verlangen von der Crew eine spezielle Flexibilität.

Gut zwei Dutzend Personen werden wir an Bord sein. Gegessen wird aus Mangel an Geschirr aus Aluminium Tellern, getrunken aus Aludosen oder Plastikbechern. Grundsätzlich kein Problem, man kennt das ja von anderen Gelegenheiten. Was nicht geht ist der amerikanische Filterkaffee. Doch da haben wir vorgesorgt und unsere Koffer in Zürich mit Nespresso-Pads gefüllt. Unter-koffeinisiert werden wir in der Heimat auf keinen Fall ankommen. AWESOME!

Genug der Worte, das Briefing und ein paar Ansprachen warten. Wir sehen uns in Zürich!
AWESOME!




Sonntag, Januar 28, 2018

Tag 2: Everett

Nach einer kurzen Nacht, bedingt durch die Zeitverschiebung und die späte Ankunft im Hotel, trafen wir uns im Frühstücksraum des Hotels. Man fand dort viele Kalorien, aber leider nichts viel geniessbares – Amerika halt...

Ehe wir uns versahen, standen wir in Everett mit druckfrischen Boeing Batches ausgetattet im Arbeitsraum des Delivery-Teams. Für die Vorstellung der Beteiligten blieb am Abend noch Zeit. Man werde später bei Fisch & Bier noch genügend Zeit dafür haben, wurde uns versichert.
Die einzig entspannten Personen im Raum waren der technische Pilot, dessen Test-Missions beendet waren und Felix, der Boeing Vertreter, zuständig für unser neues Baby und unser persönlicher Guide am heutigen Tag.

Dass wir mit Felix eine grosse Nummer bei Boeing erwischten, merkten wir während unserer Führung in den Produktionshallen sehr bald. Fast jede Türe gind für uns auf, Absperrbänder verloren ihre abschreckende Wirkung und sowohl Produktionsmaschinen, als auch ganze Einzelteile wie Flügel wurden uns aus nächster Nähe gezeigt. Wir liefen durch Flugzeuge, an denen noch ganze Einrichtungen fehlten, zogen und Pantoffeln über, um die neuen Teppiche nicht zu beschmutzen und nahmen auf Pilotensitzen Platz, die erst in ein paar Wochen im Einsatz sind.

Die ersten Leserinnen und Leser schreien jetzt völlig berechtigt nach Fotos und das kann ich versichern, die gibt es auch in rauhen Mengen. Verständlicherweise herrschte in den Boeing Hallen absolutes Fotografierverbot. Mit einer Ausnahme und die betraf das eigene Flugzeug, falls gerade eines in der Produktionslinie in Arbeit war. Zu unserem Glück stand die vorerst letzte Maschine, die in gut einem Monat in Zürich eintreffen wird, in der Produktionsstrasse. So erkundeten wir die JNJ so intensiv wie nur möglich. Wir werden dieses Flugzeug nie wieder so zu Gesicht bekommen, die vielen versteckten Kammern und Apparaturen werden zukünftig vor unserern Augen verborgen ihren Dienst verrichten. Trotzdem werde ich an dieser Stelle keine Bilder publizieren, es ist schlichtwegs zu heikel.

Nach 4.5 Kilometer Marsch durch die Produktionshallen gab es an diesem unvergesslichen Morgen den ersten vernünftigen Kaffee zu unvernünftigen Preisen. Wir standen im offiziellen Besucherzentrum in Everett, deckten uns mit allerlei logobedruckten Artikeln ein und versuchten die Erlebnisse zu verarbeiten. Wir sind uns des Privilegs sehr wohl bewusst, dass wir an so einem Anlass dabei sein dürfen.

Am Abend dann der Dinner mit den Kollegen des Delivery-Teams. Für das rund 20 köpfige Team ist es das neunte und zweitletzte Flugzeug, das sie hier in Everett abholen. Sie erzählen von Testflügen, Wetterkapriolen, grauenhaftem Kaffee, unkomplizierten Kollegen auf Boeing Seite. Mit viel Bewunderung nehme ich zur Kenntnis, was dieses Team vor jeder Übergabe leistet. Jedes kleinste Detail – und glauben sie mir, davon gibt es unendlich viele – muss überprüft werden. Alle Funktionen von technischen Geräten werden gechecked und akribisch darauf geachtet, dass der hohe Qualitätsstandard auch eingehalten wird. Wir werden uns morgen so gut wie möglich bei ihnen mit einem angenehmen Flug revanchieren.

Die Zeit drängt schon wieder. Frühstück und ein kleiner Ausflug wartet auf mich. Am Abend steht noch ein offizieller Anlass bei Boeing auf dem Programm. Danach finde ich hoffentlich ein paar Stunden Schlaf, bevor wir am Dienstagmorgen das neue Baby nach Zürich bringen.

Samstag, Januar 27, 2018

Tag 1 in Mukilteo

Wer glaubt, dass Piloten mit über 14‘000 Flugstunden routinierte Reisende seien, täuscht sich gewaltig. Was es bedeutet, von Zürich nach Los Angeles zu fliegen, kenne ich von gefühlten 1000 Flügen an diese Destination. Wie man sich sinnvoll auf so einem Flug verpflegt, muss einem nach 26 Jahren nicht gesagt werden.
Ich kenne das Fliegen aber primär aus der Sicht der Crew. Ach was heisst da primär, ausschliesslich ist das richtige Wort.
Fliegen als Crew heisst Aufgaben zu haben; zu kommunizieren; zu agieren; zu Essen, was übrig bleibt; Smalltalk mit der Crew; Smalltalk mit anderen Piloten in uns ausserhalb des Flugzeugs betreiben; Wetter studieren; Ausweichflughäfen memorisieren; die wunderbare Natur  geniessen – mit anderen Worten stilvoll und bewusst reisen.

Fliegen als Passagier gleicht einem Gang ins Krematorium. Auch wenn ich im grössten aller Särge gelegen habe, hat die Reise als Passagier etwas morbides an sich. Die Fluggesellschaft – und da bin ich auf meine eigene Firma besonders stolz, unternimmt alles, dass sich die Passagiere wie zu Hause fühlen. Es wird versucht eine Atmosphäre zu schaffen, die angeregte Diskussionen wie in einem Kaffeehaus ermöglichen. Die Möbel stimmen, die Produkte stimmen, die Leute sind mehr oder weniger zufällig angeordnet und Zeit haben alle. Da stünde einem Speeddating nichts im Wege!

Leider machen die Gäste die Atmosphäre zu dem, was ich als Stimmung wie im Krematorium bezeichnete. Stumm und – so scheint es zumindest – leicht bekifft betreten sie die Gaststuben und folgen stur ihrem Ritual. Kurz nach dem Anschnallen wird der Computer gestartet, gleichzeitig das Unterhaltungssystem gebootet, die Menuekarte überflogen und der Blick stets nach vorne gerichtet. Man hat nicht Angst vor dem Passagier neben einem, man hat Angst vor einem Gespräch mit dem Nachbarn.
Wehe man schaut über Grönland nach draussen! Der Hass ist einem sicher. Wehe man kommuniziert zwei Sätze mit dem Personal, das sich ununterbrochen um das Wohl der Gäste kümmert. Man könnte den Nachbarn schliesslich beim Massenmord oder der Autoverfolgung im neusten Hollywoodstreifen stören.

Reisen ist zum seltsamen Ritual geworden. Eine Art Ersatzreligion, wo jeder dem fröhnt, was er als absolut notwendig betrachtet. Dabei wäre Kommunikation, Small Talk oder gar ein Flirt viel interessanter und würde dem Weltfrieden mehr dienen, als der jährliche Ausflug im Januar ans WEF nach Davos.

Aber das ist ein anderes Thema.

An jetzt bin ich wieder Crew. Ich freue mich auf die stilvolle Reise, auf die anregenden Gespräche, auf die Blicke auf die immer wieder faszinierende Natur. Kurz: Reisen wie früher im Flugzeug und noch heute in der RhB.

So ich muss - Nein ich darf! – gleich los Richtung Everett. Akreditierung bei Boeing, danach eine spezielle Führung durch die heiligen Produktionshallen. Ich freue mich auf die Gespräche, die Diskussionen und die Interaktionen mit den Kollegen.

Zum Überfliegen des Textes vor der Publikation habe ich keine Zeit mehr. Doch genau das ist Kommunikation: Fehler machen, unperfekt sein, Spass haben ohne stete Angst vor einer Blamage. Leben halt!

Sonntag, Januar 21, 2018

über den eigenen Schatten springen

Ein oft gehörter und nicht sehr origineller Kalauer behauptet, dass Männer Frauen in Leder darum so mögen, weil sie nach einem neuen Auto riechen.

Wie ist das denn mit einem neuen Flugzeug? Was für Gefühle schiessen einem da durch den Körper und Geist? Ich werde es bald erfahren. Am Flughafen Paine Field in Seattle wartet eine Überraschung auf mich.

Auch wenn die prächtig präparierten Loipen im Engadin im Moment mehr Anziehungskraft als der Flughafen in der Nähe von Seattle hat, freue ich mich wie ein kleines Kind auf die Tage an der Westküste.

Ganz gratis gibt es "Sleepless in Seattle" allerdings nicht. Ich musste gegen alle meine Überzeugungen dieses Whats App auf meinem Handy installieren und das war für mich ein grosser Sprung über meinen Schatten...
Die Kommunikation mit den Leuten vor Ort geschieht leider ausschliesslich über diesen Kanal und da muss man sich fügen.

Ich halte die Leserinnen und Leser selbstverständlich auf dem Laufenden. Doch nun geht es zuerst auf die Loipe!