Sonntag, Januar 21, 2018

über den eigenen Schatten springen

Ein oft gehörter und nicht sehr origineller Kalauer behauptet, dass Männer Frauen in Leder darum so mögen, weil sie nach einem neuen Auto riechen.

Wie ist das denn mit einem neuen Flugzeug? Was für Gefühle schiessen einem da durch den Körper und Geist? Ich werde es bald erfahren. Am Flughafen Paine Field in Seattle wartet eine Überraschung auf mich.

Auch wenn die prächtig präparierten Loipen im Engadin im Moment mehr Anziehungskraft als der Flughafen in der Nähe von Seattle hat, freue ich mich wie ein kleines Kind auf die Tage an der Westküste.

Ganz gratis gibt es "Sleepless in Seattle" allerdings nicht. Ich musste gegen alle meine Überzeugungen dieses Whats App auf meinem Handy installieren und das war für mich ein grosser Sprung über meinen Schatten...
Die Kommunikation mit den Leuten vor Ort geschieht leider ausschliesslich über diesen Kanal und da muss man sich fügen.

Ich halte die Leserinnen und Leser selbstverständlich auf dem Laufenden. Doch nun geht es zuerst auf die Loipe!

Sonntag, Januar 07, 2018

Aviatische Relativitätstheorie

Wenn man schneller fliegt, vergeht die Zeit langsamer, darum hat man oft Verspätung.“



Die letzten Festtagstouristen verlassen Thailand in Richtung Westen und vollziehen den brutalen Wechsel von ferienbedingten Leerrlauf zum beruflichen Vollgas während dem Flug Richtung Heimat. Man gewöhnt sich in den Ferien schnell daran, dass flinke Hände einem alles abnehmen und selbst die privatesten und intimsten Verrichtungen durch allerlei Dienstleister schnell, zuverlässig und immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht abgearbeitet werden.

Die Transformation vom Kunden zum Dienstleister, vom Befehlserteiler zum Befehlsempfänger, vom Master zum Menschen, vom König zum Gast – das alles geschieht innerhalb gut 12 Stunden auf über 10‘000 Metern in der Luft. Unnötig zu sagen, dass dieser schwierige Prozess durch gut ausgebildete Fachkräfte mit entsprechenden Qualifikationen begleitet werden muss. Diese Fachkräfte nennen sich Flight Attendants und eben diese Flight Attendants vollbringen immer wieder Wunder.

Wenn es schüttelt erklären sie den Transformern die physikalischen Zusammenhänge der Atmosphäre; wenn etwas am Boden erkennbar ist sind sie mit dem Namen der Stadt zur Stelle; wenn jemand wissen will, wie der 1. FC Breitenmoser im Cupklassiker gegen den SC Kindelfingen abgeschnitten hat, nehmen sie über das Weltall mit der Zentrale Kontakt auf; wenn einer das letzte Singha vor dem Boarding nicht vertrug, putzen sie die Reste von der Stuhllehne weg. Dazwischen werden Essen serviert, Drinks gemixt, Cappuccino‘s zubereitet, Gespräche geführt, Leben gerettet, Geburtshilfe geleistet, Händchen gehalten, Zigaretten verkauft, Eiscreme serviert, kleine Bobos verarztet, Schoppen erwärmt, unerzogene Kinder eingesammelt, unerzogene Eltern ermahnt, renitente Passagiere gefesselt, Feuer gelöscht und die Piloten gefüttert. 

Leider erkennt nicht immer jeder Tranformator, was die Heldinnen und Helden während der Transformation alles leisten. Das ist schade, kann aber nicht umgangen werden. 

Derweil nähert sich das Luftschiff der Heimat der Transformatoren und die Hektik steigt spührbar im Flugzeug. Im Sekundentakt schauen die müden und bereits wieder gestressten Ex-Feriengäste auf die Uhr und hoffen, dass sie den geplanten Zug auch erreichen. Mit sichtlichem Unmut wird registriert, dass der Flug um den halben Erdball fünf Minuten Verspätung habe. Dass die Piloten gegen einen unnüblichen Gegenwind zu kämpfen hatten, interessiert kaum einer in der Röhre. Bereits wenige Augenblicke nach der sanften Landung werden die Smartphones eingeschaltet und ein paar der Transformatoren posten auf der Wutbürgerseite einer Onlineplattform, dass sie nie wieder mit dieser Luftlinie reisen werden, da es sowieso nicht mehr das Gleiche sei, seit die Luftlinie unter fremder Herrschaft stehe...

Die Transformation vom Festtagstouristen zum Arbeiter ist erst zu Ende, wenn die Transformatoren wieder am eigenen Arbeitsplatz sitzen und sich masslos über ihre Kunden aufregen. „Warum verlangen die immer das Unmögliche? Warum ist der Ton so unfreundlich? Warum schätzen sie meinen Einsatz nicht?“ Sind diese Sätze mindestens einmal gefallen, sind die Transformatoren wieder in der Heimat angekommen.

Derweil fliegen unsere Heldinnen und Helden wieder durch die Gegend und verwöhnen weitere Transformatoren mit Herzblut.   

„Werden wir pünktlich landen? Ich habe einen wichtigen Termin.“ „Die Piloten haben mir versichert, dass sie schneller fliegen werden. Leider kann die Zeit dadurch langsamer vergehen. Eine kleine Verspätung ist darum nicht ausgeschlossen.“


Donnerstag, Januar 04, 2018

Glücksmaximierung


Nach was strebt der Mensch? Eine Frage, die man in einem Pilotenblog nicht unbedingt erwartet. Im Gespräch mit Freunden, Kollegen, Passagieren und Crewmitgliedern beobachte ich immer wieder, dass sich die Ziele erstaunlich ähnlich sind.

Sehr viel hat mit der Erwartungshaltung des Umfelds zu tun; mit Werten die bewusst gesetzt oder zufällig in der Gesellschaft entstanden sind. Ferien an einer gewissen Destination, fahren einer bestimmten Marke, Verhalten in Gesundheitsfragen. Viele solcher Werte werden durch den Zeitgeist definiert, das Nichtbefolgen dieser durchaus auch einmal getadelt. Wer sich diesen Normen nicht stellt, steht zwischendurch auch einmal im Wind. Doch dazu später.

Der Titel dieses Beitrags lautet Glücksmaximierung. Mein Weiterbildungskurs am heutigen Tag zählt nicht unbedingt zu meinen Wunschterminen. Was Frau Towermädel morgen sicherlich schätzt, nämlich dass ich heute den ganzen Tag in Notfallsituationen gedrillt wurde, zauberte mir im Vorfeld Sorgenfalten auf das Gesicht. Man muss sich vorbereiten, muss repetieren und viel lesen. Ein Aufwand, dem sich arbeitsscheue Piloten nicht gerne stellen. Nicht dass ich die Notwendigkeit nicht einsehen würde, aber Aufwand bleibt Aufwand.

Nach absolviertem Kurs bleibt meist ein positiver Eindruck haften. Die Instruktoren haben die Themen gut gewählt, den Finger da hin gehalten, wo es weh tut und uns Geforderten durchaus wertvolle Inputs auf den Weg mitgegeben. Wertvoll waren auch die Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen in den Pausen. Fachliche Themen, als auch privates wurden rege diskutiert.   Wie jedes Jahr kam ich wegen meines nicht eingelösten Freiflugs in der besten aller Klassen unter die Räder. Was für andere undenkbar ist, scheint mir logisch. Ich verbringe dort meine Freizeit, wo es mir am besten gefällt: im Engadin. Glücksmaximierung eben!

Weiter verstanden viele meinen Umzug ins Engadin in keiner Weise. Wer eine riesen Wohnung mit Loftcharakter und freier Sicht auf die Stadt Zürich (oder zumindest einen Teil davon) für eine dreimal kleinere Bleibe in den kalten Bergen aufgibt, provoziert scheinbar die Frage, warum man sich das antut. Meine Antwort ist so einfach wie logisch: Glücksmaximierung!

Mehr zu denken gab mir ein anderes Diskussionsthema. Bitcoins! Scheinbar gibt es bei Männern in meinem Alter kein anderes Thema mehr. Alle griffen im Sekundentakt zum Handy und prüfen den Wert ihrer Viertel, Achtel und Sechszehntel einer Währung mit abenteuerlichem Namen. Dass es hunderte dieser Kryptowährungen gibt, lernte ich heute genauso wie die Tatsache, dass jeder eine Geschichte von einem kennt, der angeblich vor ein paar Jahren eben diese Währungen kaufte und die Belege heute nicht mehr findet.

Ein Kapitänskollege erkundigte sich bei mir, in welche der neuen Währungen ich denn investiere? Meine Antwort war kurz und bündig: Mich interessieren weder Kryptowährungen, noch spekulative Aktientransaktionen, ich sei in keiner WhatsApp Gruppe für Bitcoins und bezahle meinen Kaffee weiterhin mit harter Währung. Der Kollege schüttelte den Kopf und warf mir ernsthaft unverantwortliches Handeln mit meinen privaten Vermögen vor. 

Das wurde mir Ende der 90er Jahre schon einmal im Cockpit vorgeworfen. Damals erklärte mich der Kapitän für finanztechnisch Unzurechnungsfähig, weil ich wie viele andere im Cockpit dem Basler Investor Dieter Behring nicht mein Copilotensälar hinterhergeworfen habe. Wie ich heute weiss ein weiser Entscheid.

Die Antwort heute und damals: Ich betreibe nicht Vermögens-, sondern Glücksmaximierung! Das wird auch Morgen der Fall sein. Ich darf die Frau Towermädel in die Ferne fliegen und das ist doch auch irgendwie Glücksmaximierung. Erstens werden wir bei der ATC wie VIPs behandelt, zweitens wird Frau Towermädel mit Sicherheit etwas Selbstgebackenes mitbringen (spührst Du den Druck?) und drittens - braucht es einen dritten Grund für die Glücksmaximierung?  

Donnerstag, Dezember 28, 2017

Vom lieben Geld

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und das ist so normal wie unspektakulär. Wie jedes Jahr versuchen viele Institutionen und Personen aus der einen Sekunde, wo das Datum von 2017 auf 2018 fällt, etwas Unvergessliches zu machen. Nicht selten sind die Feiernden in dieser zelebrierten Sekunde steifer als den Rest des Jahres. Am Druck des einen Momentes scheitern so viele. Was bleibt ist oft ein Kater, der bleibt einem wenigstens einige Stunden treu.       
 
Trotzdem hat die Jahreswende seinen Reiz. Wer den Sprung des Jahreszeigers wie ich regelmässig verpennt, fühlt sich am Morgen des 1. Januars trotzdem in einer anderen Welt. Die Loipen sind abgesehen von einigen Resten abgebranntem Feuerwerks leer, beim Bäcker sind die Regale um 08:00 Uhr noch zum Bersten voll und der Fahrer des Ortsbusses freut sich ab jedem Passagier. Der 1. Januar ist ein Tag zwischen zwei Jahren. Das Alte ist Vergangenheit, das Neue noch in den Windeln. Der Neujahrstag ist aber auch ein Tag zwischen zwei Flügen. In meinem Fall Hongkong und Bangkok. Dass ich in dieser „Zwischenflugzeit“ an meinem neuen Wohnort ausspannen kann, macht den diesjährigen Jahreswechsel zusätzlich spannend. So verschieden Hongkong, das Engadin und Bangkok auch sind, in diesen Tagen haben die drei Destinationen viel gemeinsam. Die Macht des Geldes wird in dieser Zeitspanne gerne obsessiv zur Schau gestellt. Das ist nicht per se schlecht, schliesslich darf man ja stolz sein auf das was man im vergangenen Jahr geleistet hat. Es liegt auch in der Natur der Sache, dass Neid entsteht und da und dort auch in Hass umschlägt. Der Neid ist nicht nur negativ, er kann durchaus auch Ansporn sein.        
  Doch mich interessieren nicht der Neid oder die negativen Effekte der ungleichen Vermögensverteilung, mich interessiert viel mehr, wie die Leute zu der Kohle gekommen sind. Beim nächtlichen Blick vom Peak in Hongkong geniesst der Besucher einen wundervollen Blick auf die Skyline von der einmaligen Stadt. Die Hochhäuser vom Midlevel-Quartier ragen bis unter die Wolkendecke. Unzählige Licher beleuchten tausende von Wohnungen und zeugen von der eindrücklichen Bevölkerungsdichte in der Stadt. Die Wohnungspreise in Hongkong - und speziell in diesem Quartier, sind so hoch, dass mit Sicherheit behauptet werden kann, dass hinter jedem Fenster ein Millionär wohnt. Ich bin keineswegs neidisch, denn mein jetziges und sehr kleines Domizil mit Sicht auf den Silvaplanersee direkt an der Engadiner Loipe gelegen, würde ich nie und nimmer gegen eine Bleibe in einem dieser Wolkenkratzer tauschen, aber ich frage mich ernsthaft, wie all die Leute zu ihrem vielen Geld kamen? Weder der Blick vom Peak, noch die Fahrt  mit der Starferry brachten Erleuchtung. Als ich dann aber im Hotelzimmer die Toilette aufsuchte, spürte ich Erleichterung und Erleuchtung gleichzeitig. Diese Geschäftsidee ist so einfach und wirkungsvoll zugleich! Ich werde diese noch 2018 in Europa einführen! Heureka, ich werde reich!   

Donnerstag, Dezember 07, 2017

Wirre Gedanken eines Fliegenden 1

Influenzer sind im Moment überall anzutreffen. Inbrüstig versprühen diese Sachen, die sie besser für sich behielten. Das generiert Follower und diese wiederum verbreiten den Mist ungefragt weiter. Vom Schneeballeffekt redet man, da und dort auch vom Multiplikationsfaktor. Fachleute reden von Epidemien und das erkennt man nicht nur an steigenden Google-Anfragen zum Thema.
Ich bin Immun dagegen und das verdanke ich dem jährlichen Pieks in meinen Oberarm. Bekämpft die Influenza und damit die Influenzer! Impft Euch! Schützt Euch vor ungefragt verbreitetem Mist. Es lebt sich besser ohne Influenza – und auch ohne Influenzer.

Mittwoch, Dezember 06, 2017

AUSLAND

Einsatzpläne sind mitunter Freud und Leid zugleich. Ein Computer voller Drähte und seltener Metalle bestimmt das Leben von mehreren tausend Angestellten mit ein paar Rechenoperationen. Es liegt in der Natur der Sache, dass der Dezemberplan einen höheren Stellenwert besitzt als andere.

Ich mag mich nicht beklagen. Heuer bestimmt der Umzug ins neue Wohndomizil meinen Stresslevel und meinen Arbeitsrhytmus und da spielen spezielle Tage im Kalender keine Rolle, wenn sich links und rechts Kartinschachteln bis über den Kopf stapeln. Für einen Weihnachtsbaum bleibt da kein Platz, für eine Silvesterparty fehlen mir die Nerven.

Dennoch hatte der Plan wieder eine Überraschung auf Lager und zwar nicht der aktuelle, sondern der Outlook auf den nächsten. AUSLAND steht da mit grossen Lettern geschrieben und das erscheint doch auf den ersten Blick seltsam.
Seit mehr als 26 Jahren fliege ich für Schweizer Arbeitgeber durch die Lüfte und noch keiner der Flüge fand innerhalb der eigenen Landesgrenzen statt. Sogar der Hüpfer nach Genf führt über fremdes Staatsgebiet. Da stellt sich natürlich die Frage, was mir die Firma denn da Tolles geplant hat?

Bisher habe ich mit AUSLAND keine schlechte Erfahrung gemacht. Vor über einem Jahr war ich für fast 10 Tage in Arizona und liess im Rahmen eines Trainings Beschleunigungen über mich ergehen, die nur im wachen Zustand erträglich sind, und vor ein paar Wochen weilte ich in Frankfurt an einer sehr interessanten Schulung, die drei Tage dauerte, das Training revoluzionieren könnte und ganz nebenbei Kontakte verschaffte, die sowohl betrieblich, als auch menschlich wertvoll sind.

Tja, was bedeutet wohl dieses AUSLAND im Januar? Ich lasse das an dieser Stelle noch offen, etwas Spannung darf in der Adventszeit schliesslich sein. Doch soviel sei verraten, es geht an die Westküste von Amerika und nicht in den Staat Kalifornien. Um die Leserin Frau Towermädel zu beruhigen: der Flug nach Bangkok ist selbstverständlich noch immer aktuell und wird so im Januareinsatz verbleiben.

Sonnenaufgang kurz vor Afghanistan 

Beim Verfassen dieser Zeilen befinde ich mich übrigens auch im Ausland, genauer in Hongkong. Dezember ist die besten Zeit für eine Reise in diese Region. Die Temperaturen bewegen sich im gleichen Zahlenbereich wie an meinem neuen Wohnort, einfach mit umgekehrten Vorzeichen. Interessant zu sehen ist die Reaktion der Einwohner, wenn am Thermometer eine Zahl unter 20°C angezeigt wird. Winterjacken werden hervorgeholt, Halstücher so gross wie Tischtücher umgeworfen und da und dort sieht man tatsächlich auch Pelzjacken. Wenn der Tourist aus den Schweizer Bergen bei diesen sommerlichen Temperaturen in kurzen Hosen durch die Strassen läuft, wird er wie ein Ausserirdischer begutachtet.
Kurze Hosen sind im Dezember in Hongkong ein Muss, denn Dezember ist in Hongkong Wandersaison. Bei trockenem Wetter auf engen Pfaden über Hügel zu laufen, gehört zu den schönsten Arten, die Inseln zu entdecken. Am Abend steht der Besuch des Pferderennens im Happy Valley an. Wer das kennt weiss, dass man den Mittwochabend nicht ohne Besuch auf der Rennbahn beginnen kann. Die Stimmung ist einmalig, das Bier günstig, die Menschen schön und die Kleidervorgaben unkompliziert. Selbst der Neu-Engadiner wird dann die Softshell-Jacke überziehen, es sind Temperaturen von unter 15°C angesagt.

Liebe Leserinnen und Leser, der Flugschreiber wünscht schöne Festtage. Ich melde mich wieder zwischen Weihnachten und Neujahr und das neuerlich aus Hongkong. Geniesst die Adventszeit! Ich ziehe in den nächsten Tagen um und zwar ins INLAND.

Freitag, November 24, 2017

Herr Meier

Ein Doppel-Bangkok, als zwei Mal nacheinander nach Thailand, verändert nicht nur das Schlafverhalten, sondern auch die Sicht auf Dinge, die man als Mann im Minutentakt beobachtet, auch wenn man um all die dunklen Zupfstuben und schummrigen Etablissement einen grossen Bogen macht. Ob ich will oder nicht, bei Flügen mit der Flugnummer 180 bzw. 181 läuft mir stets das Lied "Samurai" von der EAV nach. 
Herr Meier fährt in Urlaub nur
nur nach Bangkok oder Singapur.
Doch nicht wegen Landschaft,
wegen weiblicher Bekanntschaft.
Doch nicht nur in Bangkok beobachtet man Befremdliches, sondern auch an Bord des Flugzeugs. Viele Gäste an Bord benehmen sich anders - ganz anders als auf anderen Flügen. Das ist nicht klassenabhängig, sondern zeigt sich leider auch im vorderen Teil des Flugzeugs in all seinen Abgründen.
Herr Meier find in Thailand
nur Essen nicht sehr leiwand.
Mag Curry nicht und Sojakeim,
mag Wiener Schnitzel wie daheim.
Wer zwei Wochen an der Sonne täglich die Unterwürfigkeit genossen und die Massagen ausgekostet hat, verliert nicht selten den Respekt vor Dienstleistern aus der heimischen Welt und an Bord. 
So eine Massage
liebt Herr Meier sehr
und für bessere Gage
kriegt er noch etwas mehr.
Daheim ist Meier sehr verklemmt,
doch hier kauft er sich Seidenhemd.
Am Strande von Pattaya,
da schwellen ihm die ... Adern.
Meier's aus der westlichen Welt: bleibt bitte zu Hause!